45 Jahre DAKA: Kein Stein blieb auf dem anderen

Die 45-jährige Geschichte des Entsorgungsunternehmens DAKA ist beispielhaft für die an Umbrüchen reiche Entwicklung in der Branche. Aus „groben“ Abfallbeseitigern wurden der Nachhaltigkeit verpflichtete Unternehmen, bei denen es sich alles um Recycling, Ressourcen, Rohstoffe und Kreisläufe dreht.

Dieses Projekt markiert in gewisse Weise die Wende „in den Köpfen“ und das Schwazer Entsorgungsunternehmen DAKA war von der ersten Minute an dabei. „Rund geht‘s“ heißt die Initiative und neben dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich sind alle wichtigen Player dabei, um sich dem Image des Abfalls zu widmen. Dem Image des Abfalls? „Da dem Abfall nur Synonyme wie dreckig, staubig, übelriechend, unnötig zugeschrieben werden, soll in einer österreichweiten Kampagne der Bevölkerung an Beispielen erklärt werden, dass der Abfall eigentlich der Rohstoff der Zukunft ist“, erklärt DAKA-Vertriebsleiter Martin Klingler.

Die Kampagne verdeutlicht, was Entsorgung heute wirklich bedeutet – denn mit dreckig, staubig, übelriechend oder unnötig hat das rein gar nichts mehr zu tun. Im Gegenteil: Die Branche ist sogar dabei, sich von der Bezeichnung „Entsorger“ zu verabschieden, wird sie doch zunehmend von einer Rohstoff-Kreislaufpolitik geprägt, im Rahmen derer Ressourcen, Umwelt und Nachhaltigkeit höchster Respekt gezollt werden. „In ein paar Jahren gibt es keine Entsorger mehr“, ist Martin Klingler angesichts der tiefgreifenden Umwälzungen überzeugt.

Gründungsgeschichte mit Charme

Klingler ist 20-Prozent-Gesellschafter beim Schwazer Familienunternehmen, das seit seinem Einstieg im Jahr 2002 von zwei Familien geprägt wird. Der Vater von Geschäftsführerin Barbara Zitterbart hat es vor 45 Jahren gegründet. Aus dieser Zeit sind im Grunde genommen nur der findige unternehmerische Geist, der Name und die Farbe orange übrig geblieben. Die Gründungsgeschichte aber hat an Charme nichts verloren. „Josef Danler ist damals mit seinem Freund Herbert Kandler die Schwazer Felder runterspaziert. Bei der Kläranlage der Stadt Schwaz sahen sie, dass ein Unternehmen aus Linz die Kanäle reinigte und sie sagten, wenn der von Linz rauffährt, 290 Kilometer weit, dann muss es ein Geschäft sein. Das war das Businessmodell. So wurde mit der DAKA begonnen“, weiß Martin Klingler.

Der Firmenname wurde aus den beiden Anfangsbuchstaben der Gründer gebastelt und rasch stellte sich heraus, dass sie recht hatten. Es war ein Geschäft. Eines, das Firmenchefin Barbara Zitterbart nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters im Jahr 1984 übernahm. Damals zählte „die DAKA“ 17 Mitarbeiter. Heute beschäftigt die Firmengruppe rund 250 Menschen, die für klassische Müllabfuhr, oder das Entsorgen gefährlicher Abfälle genauso verantwortlich zeichnen, wie für teils hochkomplexe Umweltdienstleistungen.

DAKA – mit Tradition in die Zukunft

Das Portfolio der DAKA wächst entsprechend der Herausforderungen und Möglichkeiten. So wurde 2016 etwa die chemisch-physikalische Behandlungsanlage auf den modernsten Stand der Technik gebracht, der Großshredder am Standort Hopfgarten wurde von Diesel auf elektrischen Antrieb umgestellt und auch mit der Inbetriebnahme des ersten E-Autos gezeigt, dass der schonende Umgang mit Ressourcen längst Teil der Firmenstrategie ist. „Einerseits ist es notwendig, die Tradition am Leben zu erhalten und die Werte weiterzugeben, andererseits ist es wichtig, neuen Ideen und Methoden einen Platz einzuräumen“, fasst Barbara Zitterbart die Firmenphilosophie zusammen, die durch ihren Sohn Matthias bereits von der dritten Generation mitgetragen wird. „Mit Mullinger hat das nichts mehr zu tun“, sagt er.

»Weitere Informationen zu DAKA: www.daka.tirol

Bild oben: Matthias, Rüdiger und Barbara Zitterbart mit Vertriebsleiter Martin Klingler (v. l.).

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