Spartengespräche als Tiroler Erfolgsmodell

Die intensiven und konstruktiven Gespräche zwischen Wirtschaftsvertretern, Landespolitikern und Behörden brachten spürbare Ergebnisse. Jetzt sind die Bezirke dran.

Tirol wird auch heuer ein überdurchschnittliches Wachstum vorweisen können. Ein Teil des Erfolges liegt im Branchenmix der Tiroler Wirtschaft und dem Leistungsbewusstsein der heimischen Unternehmer und ihrer Mitarbeiter. Ein Teil liegt aber auch in zielgenauen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen auf Landesebene. Das Geheimnis dafür ist genau so einfach wie wirkungsvoll: In Tirol herrscht ein ausgesprochen konstruktives Gesprächsklima zwischen Landespolitik, Behörden und Vertretern der Wirtschaft. Präsident Jürgen Bodenseer freut sich, dass sich die von ihm initiierten Spartengespräche derart gut etabliert haben: “Handfeste Verbesserungen für die heimischen Betriebe lassen sich am besten erreichen, wenn alle Entscheidungsträger an einem Tisch sitzen und intensiv miteinander reden.” Das war die Grundidee hinter den Spartengesprächen, bei denen sich Vertreter aus Landespolitik, Beamtenschaft und Wirtschaft auf Augenhöhe begegnen, um Probleme und Herausforderungen aufzuzeigen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Konkrete Maßnahmen bringen Entlastungen

“Es ist schön zu sehen, dass sich aus diesen Fachgesprächen eine Vielzahl an konkreten Maßnahmen ergeben haben, die in Summe eine deutliche Entlastung für die Tiroler Wirtschaft bringen”, so Bodenseer. Die Idee geht nun auf Tirol-Tournee: Für Jürgen Bodenseer ist es nur logisch, dass die Spartengespräche auch auf Bezirksebene fortgesetzt werden. “Jeder Bezirk hat seine Eigenheiten und Herausforderungen, die sich nur bewältigen lassen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen”, erklärt Bodenseer die Absicht dahinter. Der direkte Kontakt hilft dabei, (gegenseitige) Vorurteile abzubauen, Argumente darzulegen und optimale Lösungen zu erarbeiten. Den Start hat bereits Kufstein gemacht, weitere Bezirke werden folgen.

Ganz aktuell haben sich aus diesen laufenden Gesprächen zwei Novellen ergeben, die im Juli im Landtag beschlossen werden. Die eine betrifft eine langjährige Forderung der WK – die Abschaffung der Vergnügungssteuer. “Es ist in einem modernen Tourismusland wie Tirol ein Schildbürgerstreich, auf der einen Seite attraktive Events anziehen zu wollen und diese auf der anderen Seite mit hohen und bürokratischen Abgaben zu belegen. Nun ist endlich Schluss mit diesem Uralt-Steuermodell”, freut sich Bodenseer. Bei der zweiten Gesetzesnovelle geht es um bürokratische Erleichterung bei so genannten ständigen Veranstaltungen, was beispielsweise für die Seilbahnwirtschaft wichtig ist.

Auch in vielen anderen Bereichen haben die Spartengespräche spürbare Ergebnisse gebracht: Die erfolgreiche Lkw-Umrüstaktion konnte fortgesetzt werden, indem die Mittel für das Jahr 2019 vorgezogen wurden. “Damit konnte innerhalb von zweieinhalb Jahren der Anteil an schadstoffreichen Lkw der Klasse 0 bis 3 auf die Hälfte reduziert werden. Derzeit sind insgesamt bereits 80 Prozent der Tiroler Lkw-Flotte umgerüstet. Die Förderaktion ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz”, erklärt Bodenseer.

 

LH Günther Platter, LR Patrizia Zoller-Frischauf und WK-Präsident Jürgen Bodenseer zogen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz eine positive Zwischenbilanz der Spartengespräche. Foto: Land Tirol

LH Günther Platter, LR Patrizia Zoller-Frischauf und WK-Präsident Jürgen Bodenseer zogen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz eine positive Zwischenbilanz der Spartengespräche. Foto: Land Tirol

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