Digitalisierte Arbeitswelt: Qualifikation als Schlüssel

Eine neue Studie der OECD zeigt: Jobs mit mittlerer Qualifikation werden aufgrund der Digitalisierung weniger, vor allem in Österreich. Nun gilt es, die richtigen Maßnahmen zu setzen.

Die Ergebnisse der jüngsten Studie der Industriestaatenorganisation OECD sprechen eine klare Sprache: In keinem anderen OECDLand ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation so stark zurückgegangen wie in Österreich. „Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Mit der Digitalisierung kommen neue Herausforderungen auf Wirtschaft und Politik zu. Aber die Ergebnisse der Studie sind bei Gott kein Anlass zur Panik“, betont der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, Jürgen Bodenseer und ergänzt: „Allerdings sind sie ein klares Signal dafür, schon jetzt die richtigen Maßnahmen zu setzen.“

Zeichen der Zeit erkennen

Das Rezept ist eigentlich simpel: Je höher die Qualifikation, desto besser die Chancen am Arbeitsmarkt. Dies bestätigen auch die Zahlen einer Untersuchung des Institutes für Höhere Studien zur Digitalisierung der Arbeit. „Die potentiell am stärksten von der Automatisierung betroffenen Berufsgruppen sind die Hilfsarbeitskräfte, Handwerker, Maschinenbediener und Personen in Dienstleistungsberufen.“ Und Zahlen zur künftigen Wirtschaftsstruktur Tirols, erhoben von der Abteilung für Wirtschaftspolitik und -strategie der WK, zeigen, dass im Jahr 2025 je ein Viertel der Beschäftigten in der Sparte Gewerbe und Handwerk und im Tourismus tätig sein werden. Dahinter folgen der Handel (18 Prozent), die Industrie mit 16, Information und Consulting mit neun, Transport und Verkehr mit sechs sowie Bank und Versicherung mit zwei Prozent.

Gut ausgebildete und hoch qualifizierte Fachkräfte haben in Zukunft noch bessere Möglichkeiten am Arbeitsamarkt. Nicht außer Acht gelassen werden darf hier die permanente innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung. „Die Wirtschaft hat die Zeichen der Zeit längst erkannt. Das WIFI, das Bildungsinstitut der Wirtschaft, optimiert sein Angebot laufend und passt es an die Entwicklungen und Trends am Arbeitsmarkt an“, so Jürgen Bodenseer

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