Weniger Unternehmensinsolvenzen und Privatkonkurse

Die Unternehmensinsolvenzen sind im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 4 Prozent gesunken. Ein Plus gab es nur in Niederösterreich – dort aber gleich um 20 Prozent. Auch die Privatkonkurse sinken.

Hochgerechnet gingen in den ersten sechs Monaten heuer 1.540 Firmen Pleite – ein Minus von 7 Prozent, wie der KSV bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien bekannt gab. Wegen zu wenig Vermögen nicht eröffnet wurden 1.028 Insolvenzfälle, womit mit die Zahl im Vergleichszeitraum stabil blieb. Die Zahl der betroffenen Dienstnehmer sank um 22 Prozent auf 7.400.

Die insgesamt 2.542 insolventen Unternehmen häuften Verbindlichkeiten von 652 Mio. Euro (ohne Ausschüttungen/Quotenzahlungen) an. Das ist ein Rückgang von 64 Prozent, weil im ersten Halbjahr 2016 Sonderfälle (etwa Activ Solar mit 500 Mio. Euro und Slav Handel mit 113 Mio. Euro mit Verbindlichkeiten in der Ukraine) die Gesamtverbindlichkeiten massiv erhöht hatten. Rechnet man die Sonderfälle heraus, so liegen die Gesamtverbindlichkeiten heuer nach sechs Monaten immer noch um 25 Prozent unter jenen des ersten Halbjahres 2016.

Die Insolvenzen werden laut Kantner wieder ansteigen, wenn die Wirtschaft drei bis vier Quartale wächst. Denn dann würden die Zinsen wieder auf ein normales Niveau ansteigen – “und damit auch die Insolvenzen. Diese Entwicklung wird aber frühestens 2018 zu spüren sein.”

Zwar ist die Reform des Privatinsolvenzrechts bisher von SPÖ und ÖVP für einen Start am 1. Juli nur angekündigt und noch nicht im Parlament beschlossen: Aber alleine wegen der Erwartung der neuen Regeln gibt es laut KSV1870 einen Privatkonkurs-Rückgang von 31 Prozent im ersten Halbjahr 2017 verglichen zum Vorjahreszeitraum. (APA)

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