Bodenseer fordert strengere Regeln für Freizeitwohnsitze

Grundstücke und Wohnungen dürfen keine Spekulationsobjekte sein. Es braucht den Mut zu strengeren Regeln und zu schärferen Kontrollen.

Das Thema Freizeitwohnsitze, Grundverkehr und Kapitalfreiheit regt auf. “Es kann nicht im Interesse des Landes und damit seiner Bevölkerung liegen, dass stetig Wohnraum in “kalte Hände” kommt oder nur zu “Kapitalspekulationen” verwendet wird. Wenn zu viel Geld durch einen Verkauf oder Teilverkauf winkt, dann wird das “Fleisch bei meiner Ehr” schwach”, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer. Und wenn durch gefinkelte Vertrags- und Treuhandkonstruktionen bestehende, leider schwammige Gesetze umgangen werden können und wenn Bürgermeister lieber wegschauen als akribische Kontrollen der tatsächlichen Nutzung anzuordnen, werden leider auch in Zukunft Tiroler Familien vor schier unlösbaren Finanzierungs- bzw. Erwerbsproblemen für dringend selbst benötigten Wohnraum stehen.

“Nur ein strenger Vollzug wird dem Wildwuchs und dem Ausverkauf unserer Heimat Einhalt gebieten. Holen wir bitte Versäumtes schleunigst nach und setzen wir mutige Schritte!”
Jürgen Bodenseer

Ein nachdrückliches öffentliches Interesse besteht nicht nur bei Arbeit, Wirtschaft, Umwelt und Energie, sondern eben auch bei Wohnraum. “Dazu braucht es den Mut der Politiker und des Tiroler Landtags, unsere Gesetze streng und klar zu fassen und keine Schlupflöcher für oberschlaue Umgeher zu bieten”, fordert der WK-Präsident. Diese Regeln müssen in der Folge rigoros kontrolliert und grober, nachgewiesener Missbrauch durchaus auch mit Rückabwicklung oder gar Enteignung geahndet werden. Auch eine reine Vertragswidmung für Freizeitwohnsitze wäre möglich, die im Grundbuch eingetragen wird und bei nicht vertragsmäßiger Nutzung jederzeit aufgehoben werden könnte. “Nur ein strenger Vollzug wird dem Wildwuchs und dem Ausverkauf unserer Heimat Einhalt gebieten. Holen wir bitte Versäumtes schleunigst nach und setzen wir mutige Schritte!” so Bodenseer.

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