Wirtschaft wächst stärker als prognostiziert

Das Bruttoinlandsprodukt hat gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent und im Jahresabstand um 2,3 Prozent zugelegt. Hauptstütze des Wachstums ist erneut die Konsumnachfrage.

Gestärkt wurde das Wachstum im ersten Quartal durch Industrie, Bauwirtschaft und Exporte. Neben der weiter starken Konsumnachfrage lieferte auch die Außenwirtschaft positive Impulse, erklärte das WIFO zu seinem Update der BIP-Entwicklung zum Jahresauftakt.

Die saison- und arbeitstagsbereinigte BIP-Veränderungsrate (laut Eurostat-Vorgabe) stieg im Zeitraum Jänner bis März gegenüber Oktober bis Dezember – wie schon in den Quartalen davor – um 0,6 Prozent. Damit lag das Wachstum in Österreich leicht über jenem im Euroraum sowie in der EU-28 (0,5 Prozent).

Dynamik bei Exporten

Die verstärkte konjunkturelle Dynamik im Auftaktquartal ging laut WIFO von der exportgetragenen Sachgütererzeugung aus. Diese expandierte mit 2,2 Prozent dynamisch und bestimmte damit rund die Hälfte des aktuellen BIP-Wachstums. Starke Impulse lieferte auch die Bauwirtschaft. Neben der starken Bau- und Industriekonjunktur unterstützen auch Marktdienstleistungen das Wirtschaftswachstum.

Bei einer dynamischen Entwicklung der Warenexporte (plus 3,1 Prozent) lieferte der Außenbeitrag erstmals wieder seit dem zweiten Halbjahr 2014 einen positiven Wachstumsbeitrag zum BIP, wie das Institut erklärte. Die Ausweitung der Exporte lag mit 2,4 Prozent über jener der Importe (plus 2,0 Prozent). Sowohl bei Ex- als auch Importen zeigte sich laut WIFO im Bereich der Waren eine stärkere konjunkturelle Dynamik als bei den Dienstleistungen.

Hauptstütze Konsum

Die Konsumnachfrage erwies sich laut WIFO aufgrund ihres großen Gewichts und des robusten Zuwachses erneut als Hauptstütze des Wachstums. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 0,4 Prozent, die öffentlichen Konsumausgaben noch etwas stärker um 0,5 Prozent.

Die Bruttoanlageinvestitionen (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen) wuchsen bis März um ein Prozent. Die Nachfrage nach Fahrzeugen verlief weiter gut. Sehr starke Impulse steuerten die Bauinvestitionen bei. Mit 1,1 Prozent Expansion gab es das stärkste Plus seit dem dritten Quartal 2013. (APA)

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