Inflation kletterte im April auf 2,1 Prozent

Das Leben wurde heuer deutlich teurer: Nach einer Inflationsrate von 0,9 Prozent 2016 ist die Teuerungsrate mittlerweile auf 2,1 Prozent angestiegen. Hauptverantwortlich für den Preisauftrieb waren auch im April die Treibstoffpreise, der Restaurantbesuch und durch die späten Osterferien trieben auch teure Flüge die April-Inflation. So wurden Pauschalreisen um 6,8 Prozent teurer.

Im Jänner kletterte die Inflationsrate bereits auf 2 Prozent um dann im Februar auf den heurigen Rekordwert von 2,2 Prozent zu steigen. Im März gab es mit 1,9 Prozent eine leichte Erholung, um nun im April auf 2,1 Prozent anzuschwellen. Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf repräsentiert, erhöhte sich im April im Jahresabstand um 2,5 Prozent. Der Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und auch Treibstoffe enthält, wurde gar um 3,7 Prozent teurer.

Die Ausgaben für Verkehr stiegen im Vormonat um 4,5 Prozent. Wobei Flugtickets ins Ausland 28,5 Prozent mehr kosteten. Bei Restaurants und Hotels gab es einen Preisanstieg von 3,1 Prozent. Und der Besuch beim Wirt verteuerte sich ebenfalls einmal mehr: Im Vergleich zum April des Vorjahres kosteten Schnitzel, Gulasch Co heuer um 2,9 Prozent mehr.

Und auch das Wohnen bleibt ein Preistreiber. So stiegen die Mieten um 3,8 Prozent, die Preise fürs Haushaltsenergie blieben konstant – es sei denn es wurde mit Heizöl befeuert (plus 21,2 Prozent). Der Kauf von Nahrungsmittel verteuerte sich um ein Prozent. Und einmal mehr waren es die Telekomfirmen, die die Inflation nach unten drückten. So wurde Telefonieren um 2,3 Prozent günstiger.

EZB kommt Inflationsziel näher

Die steigenden Preise sind zumindest im Interesse der Europäischen Zentralbank (EZB), die durch ihre expansive Geldpolitik die Inflation europaweit auf zwei Prozent heben möchte. Auch in Deutschland erreichte die April-Teuerung zwei Prozent. In Großbritannien stieg sie gar auf 2,7 Prozent.

Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im April auf 1,9 Prozent gestiegen, gegenüber 1,5 Prozent im März. Österreich verzeichnete im April einen Anstieg auf 2,3 Prozent (nationale Berechnung: 2,1 Prozent), im März betrug die Inflationsrate 2,1 Prozent (national: 1,9). In der EU erhöhte sich die Teuerung im April auf 2,0 Prozent, gegenüber 1,6 im März, wie Eurostat am Mittwoch mitteilte. Die niedrigsten Raten verzeichneten Rumänien (0,6 Prozent), Irland (0,7 Prozent) und die Slowakei (0,8 Prozent). Die höchsten meldeten Estland (3,6 Prozent), Litauen (3,5 Prozent) und Lettland (3,3 Prozent). (APA)

 

» Mehr Informationen:
Inflationsbericht der Statistik Austria

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