Eurozone wächst mehr als doppelt so stark wie US-Wirtschaft

Die Eurozone ist im ersten Quartal mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die weltgrößte Volkswirtschaft USA. Das BIP stieg von Jänner bis März erneut um 0,5 Prozent zum Vorquartal, in den USA lediglich um 0,2 Prozent.

Die Wirtschaft Österreichs ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent gestiegen und im Vergleich zum ersten Quartal 2016 um 1,9 Prozent. Von der besseren Lage in der Eurozone profitiert auch deren größte Volkswirtschaft Deutschland. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen von Börsenprofis im kommenden halben Jahr stieg im Mai um 1,1 auf 20,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte.

Am besten ins Jahr gestartet ist Finnland: Hier legte die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent zu. Von den vier großen Euro-Ländern gelang Spanien mit 0,8 Prozent das kräftigste Wachstum, gefolgt von Deutschland mit 0,6 Prozent, Frankreich mit 0,3 Prozent und Italien mit 0,2 Prozent. Lediglich in Griechenland schrumpfte nach den bisher vorliegenden Daten das Bruttoinlandsprodukt, wenn auch nur um 0,1 Prozent. Da es bereits im Vorquartal ein Minus gegeben hatte, steckt das Land wieder in der Rezession.

Konsum und Investitionen steigen

Die EU-Kommission hat vorige Woche ihre Wachstumsprognose 2017 für die Eurozone angehoben, und zwar von 1,6 auf 1,7 Prozent. Die Exporte sollen angesichts der besseren Weltkonjunktur stärker zunehmen als 2016. Auch der private Konsum dürfte ungeachtet der höheren Inflation anziehen, wenn auch nicht mehr so stark. Zudem dürften die Unternehmen mehr investieren.

Damit steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), angesichts der guten Konjunkturaussichten und der höheren Inflation allmählich einen Einstieg in den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik zu signalisieren. (APA)

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