Auf den Spuren des kleinen Albert

Die nächste Forschergeneration beeindruckt mit innovativen Projekten. Ihre Faszination für Technik, Informatik/Mathematik, Umwelttechnik/Energie und Chemie/Physik wird spürbar, wenn die junge Generation im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht in der Technik“ von Wirtschaftskammer Tirol und dem Förderverein Technik ihre Ergebnisse präsentiert. Viel Einsatz und auch Freizeit steckt in den Arbeiten, wenn Tirols Schulen forschen, tüfteln und experimentieren. Belohnt wurde ihr Fleiß im Haus Marie Swarovski, in Wattens, wo man den jungen Forschergeist erleben konnte: 18 Gruppen, davon drei Volksschulen, sechs Schulklassen und neun Kleingruppen begaben sich auf die Spuren des kleinen Albert und zeigten in Form eines Messebetriebes den interessierten Besuchern, was sie können.

 

Die 5-köpfige Jury hatte keine leichte Aufgabe, aus den insgesamt 18 präsentierten Arbeiten die besten in den Kategorien Volksschule, Schulklasse und Kleingruppe zu küren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten in ihren Projekten viel Leidenschaft und Begeisterung aber auch vor allem technisches Verständnis und die Bereitschaft, sich mit komplexen Themen intensiv auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse beeindruckten die Jury. Sie verfolgte gespannt die mit viel Liebe zum Detail ausgearbeiteten Präsentationen der faszinierenden Forschungsprojekte. „Eine besondere Freude ist es zu sehen, wie sich die Jungen und sogar die ganz Jungen voller Begeisterung mit unseren Zukunftsthemen beschäftigen. Es sollten noch viel mehr Möglichkeiten geschaffen werden, damit sich junge motivierte Menschen so verwirklichen können“, sagt Clemens Plank, Obmann der Jungen Wirtschaft Tirol, als Vertreter der Jury bei der Prämierung der Arbeiten.

Die Siegerprojekte:

Kategorie Volksschulen:
In die „Welt der Farben“ sind die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Schwaz eingetaucht und sind der Frage auf den Grund gegangen, „was Licht und Farben miteinander zu tun haben“, erklären Hannah und Sixtus. Sie belegten damit Platz 1. Dabei haben sie sich auf die „Reise ins Blau“ begeben, wie Gabriel eindrücklich am Stand vorführt: „Mit einem Tropfen Öl im Wasser kann Tinte die schönsten Farbmuster in ein Glas zaubern.“ Wie aus vielen Farben eine einzige wird, zeigt Julia mit ihrem Farbkreisel aufgrund der Drehgeschwindigkeit. Emina und Zorab trennen vor den Augen der interessierten Zuhörer in einem Wasserglas einen schwarzen Filzstiftstrich in wunderbare Farbmuster. Am besten hat allen die Exkursion in die Firma Adler Lacke gefallen, wo sich die Kinder mit Lacken ihre Lieblingsfarbe zusammenmischen durften und daraus ein Bild gemalt haben.
Den zweiten Platz belegte die Volksschule Stanz, die mit ihrem Projekt „Action mit Katapulten“ viel Spaß hatten und für Unterhaltung im Haus Marie Swarovski sorgten.
Der dritte Platz ging an die Volksschule Brixlegg. Sie gingen einem Phänomen nach: „Der Regenbogen – ein Wunder?“

 

Kategorie Schulklassen:
Eine besonders schöne Idee der PTS Schwaz wurde mit dem ersten Platz prämiert. Die Mechatronikergruppe beschäftigte sich mit dem Thema „Einfache Automatisierungsmöglichkeiten für Entwicklungsländer“ und entwickelte ein zusammenhängendes System aus billigem Material zur Befüllung und Bewässerung von Blumentöpfen, bestehend aus einem Förderband, das in einem Stück Farbe sortiert sowie den Topf mit Samen und Erde füllt. Die Anlage schafft 800 bis 1000 Töpfe in der Stunde, erklären die 13 Jungs die verschiedenen Arbeitsschritte. Für die Bewässerung holen sie mit einem Filter Wasserpartikel aus der Luft und nutzen so die hohe Luftfeuchtigkeit, die in Ghana herrscht, denn für eine dortige Partnerschule haben sie das Projekt entwickelt. Der Motor wird betrieben über ein zusätzlich gebautes Solarpanel, das 36 Volt erzeugt. Alle Informationen und Anleitungen haben die Konstrukteure ins Englische übersetzt. Zu finden auch auf der selbst erstellten Homepage www.pts-schwaz.jimdo.com. Die Komplexität und der verbindende Gedanke dahinter haben die Jury restlos überzeugt.
Den zweiten Platz belegte die Neue Mittelschule Absam mit dem Projekt „Wir sorgen für Spannung“, was sie mit Kupfer und Zink in verschiedenen Varianten vor Ort eindrücklich präsentierten.
Der dritte Platz ging an die PTS Brixlegg. Unter dem Projektnamen „Mister Holle“ produzierten sie im Freibereich Schnee anhand eines Dampfstrahlers.

 

Kategorie Kleingruppen:
Die Faszination Roboter beherrschte die Kleingruppen. Als eindeutiger Sieger gingen Katrin und Andreas von der NMS Wildschönau mit ihrer „Roboterhand“ hervor. „Wir kennen uns seit der Volksschule“, erklärt das eingespielte Doppel: „Alles an der voll funktionsfähigen Hand ist selbstgemacht. Auch die Programmierung, welche die Roboterhand steuert“, bestätigen die beiden. Die Hand aus Holz, bestehend aus fünf Fingern, fein säuberlich mit einer Laubsäge Teil für Teil zugeschnitten und kleinteilig verschraubt, greift wie eine echte. Jeder Finger ist extra steuerbar. „Für den echten Einsatz sind die Finger noch zu kurz“, meint Andreas, „aber daran arbeiten wir noch.“
Platz zwei ging an die NMS Clemens Holzmeister Landeck mit ihrem Projekt „Die Roboter unter uns“. Sie konstruierten drei verschiedene Roboter aus Legobausteinen.
Den dritten Platz belegte die NMS Telfs Weissenbach mit ihren „Innovativen Robotern“.

180 Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 15 Jahren nahmen am diesjährigen Wettbewerb von Wirtschaftskammer Tirol und dem Förderverein Technik „Jugend forscht in der Technik“ teil. Für die Sieger der Kategorien Schulklassen und Volksschulen gab es eine Erlebnisreise, die Sieger in der Kategorie Kleingruppen können sich über 1.000 Euro freuen. Für die jeweils 2. Plätze gab es 600 Euro, für die Drittplatzierten 400 Euro.


» Hier finden Sie alle Bilder zur Abschlussveranstaltung Jugend forscht in der Technik 2017

» Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier

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