5. Tiroler IT-Day – Tatort Digitalisierung

Rund 350 Tiroler Unternehmer und IT-Verantwortliche konnten sich bei der 5. Auflage der Tiroler IT-Day in der Innsbrucker Messe über das Internet of Things, Smart Production und Digitalisierung im Fokus informieren.

Bei der Eröffnung des von Wirtschaftskammer Tirol, Fachgruppe UBIT, und der Standortagentur Tirol veranstalteten Events unterstrich Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf die Vorteile durch Digitalisierung und bietet Unterstützung seitens des Landes an: „Um die Chancen der Digitalisierung unternehmerisch nutzen zu können, braucht es nicht nur die entsprechenden Technologien, sondern ebenso innovative Geschäftsmodelle und qualifizierte Mitarbeiter. Sowohl bei der Entwicklung dieser Geschäftsmodelle, wie auch bei der Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern, unterstützt das Land Tirol die heimischen Unternehmen aktiv, etwa über die Wirtschaftsförderung oder auch über spezielle Services der Standortagentur Tirol.“

Digitalisierung öffnet Märkte

UBIT-Fachgruppenobmann Christoph Holz analysierte den Tatort Digitalisierung für die Tiroler Wirtschaft. „Digitalisierung öffnet Märkte für kleine Tiroler Unternehmen, die vorher unerreichbar gewesen wären. Zugleich kommt mit der Digitalisierung verstärkt internationaler Wettbewerb nach Tirol. Davor brauchen wir uns aber nicht fürchten, da die Qualität der Produkte und Dienstleistungen in Tirol sehr konkurrenzfähig ist.“ Franz Unterluggauer vom Cluster IT der Standortagentur Tirol unterstrich diese Aussage und bot gleichzeitig branchenübergreifendes Know-how an: „Digitalisierung ist kein bloßes IT-Thema, Digitalisierung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aller Branchen: Angefangen bei Industrie, Gewerbe und Dienstleistung über den Handel und Tourismus bis zum Handwerk. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind branchenübergreifende Kooperationen daher wichtiger denn je. Diese unterstützen wir tatkräftig mit unseren Clustern.“

WK-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler betont die Wichtigkeit der Digitalisierung für alle, privat wie beruflich: “Als Wirtschaftskammer sehe ich mich in der Verantwortung zum Thema Digitalisierung zu sensibilisieren, zu informieren und für mehr Wissen zu sorgen. Der IT-Day ist die perfekte Gelegenheit für Unternehmer, sich für seinen Bereich die richtigen Informationen rauszupicken.” Auch Martin Zandonella, Bundessprecher der Berufsgruppe IT unterstreicht die Wichtigkeit der Veranstaltung: “Wir müssen teilweise Antworten auf Fragen finden, die es noch gar nicht gibt. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass hier am IT-Day Studenten und Unternehmer zusammentreffen und sich austauschen, um gemeinsam für die Zukunft fit zu werden.” Auch Christian Rupp von der Plattform “Digitales Österreich” sieht im Matching der Generationen die Standortsicherung von morgen: “An den Best Practise Beispielen beim IT Day kann man sehen, wo die Zukunft hingeht und welche Technologien künftig die Arbeitswelt revolutionieren werden. Dass hier mehr als 300 Schüler und Studenten dabei sind und sich mit Unternehmern unterhalten ist enorm wichtig.”

Entwicklung und Forschung

In seinem Vortrag „Menschliche Motive und ihre symbiotischen IT-Systeme“ erklärte Keynote Speaker Alois Ferscha, dass „der beste Computer ist der, bei dem man nicht bemerkt, dass man mit ihm zu tun hat.“ Seine Arbeit orientiert sich vor allem an der Entwicklung und Erforschung neuer Produkte, wie beispielsweise eine Datenbrille zum Navigieren. Mit dem Innovationsprojekt SPECTACLES wurden handelsübliche Sonnenbrillen mit einer automatisierten Situationserkennung integriert und umgesetzt. Dieses Projekt wurde mit dem Staatspreis für Multimedia und e-Business ausgezeichnet.

Der 5. Tiroler IT-Day war für die Verantwortlichen ein großer Erfolg und zeigt, dass man mit den vielfältigen Aktivitäten für die IT-Branche in Tirol auf dem richtigen Weg ist. Christoph Holz und Franz Unterluggauer bilanzierten: „Die Tiroler IT-Wirtschaft kann sich sehen lassen. Die Leistungsbreite und Qualität der Produkte sind herausragend und müssen den internationalen Vergleich nicht scheuen. Insbesondere für andere heimische Branchen ist die Tiroler IT-Wirtschaft damit ein entscheidender Wirtschaftsmotor.“

Weiter Bilder finden Sie hier: https://flic.kr/s/aHskUiKq5h

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