Arbeitslosigkeit in Tirol stark gesunken

In Tirol ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Prozent zurückgegangen. Auf Bundesebene beträgt der Rückgang 2,6 Prozent, einschließlich Schulungsteilnehmern waren 413.683 Menschen ohne Arbeit. 

In Tirol waren im April um 10,1 Prozent weniger Menschen arbeitslos als im Vorjahr

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist in Tirol mit -10,1 Prozent wesentlich größer als auf Bundesebene. Foto: APA (Pfarrhofer)/HERBERT PFARRHOFER

“Die Konjunktur zieht an, die Stimmung in der Wirtschaft hat sich gedreht”, erklärte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) angesichts der rückläufigen Arbeitslosenzahlen. “Unsere Maßnahmen für die Betriebe wirken.” Ab Juli werde der Beschäftigungsbonus nochmals “einen Ruck nach vorne” bringen.

Für eine nachhaltige Trendwende auf dem Arbeitsmarkt seien aber weitere Reformen nötig. “Von flexiblen Arbeitszeiten über die Reform der Arbeitsmarktförderung bis zur besseren Vermittlung von Arbeitslosen in offene Stellen gibt es noch sehr viel zu tun.”

Die Belebung der Wirtschaft zeige sich vor allem an der deutlichen Zunahme der gemeldeten offenen Stellen um 41,1 Prozent auf 55.530, so das Sozialministerium am Montag. Insgesamt waren Ende April 3.607.000 Menschen unselbstständig beschäftigt, um 64.000 mehr als vor einem Jahr. Entgegen dem Gesamttrend verschärft hat sich die Situation für ältere Arbeitssuchende, deren Zahl um 4,9 Prozent auf 102.520 gestiegen ist. Somit war etwa jeder vierte Arbeitslose über 50 Jahre alt.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

Deutlich positiver ist der Trend bei den Jugendlichen (15 bis 24 Jahre) – hier ist die Arbeitslosigkeit im Jahresabstand um 16,1 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um 4,7 Prozent auf knapp 5.000 gesunken, die gemeldeten offenen Stellen haben um 28,5 Prozent auf 4.274 zugenommen.

Regional betrachtet ist die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern zurückgegangen. Überdurchschnittlich stark war das in Tirol (-10,1 Prozent), der Steiermark (-9,4 Prozent), im Burgenland (-8,5 Prozent) und in Salzburg (-6,8 Prozent) der Fall. In Wien beträgt der Rückgang 2,5 Prozent. (APA)

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