Tirol als Hotspot für Alpine Technologien: Unsere Betriebe sind in der ganzen Welt erfolgreich

China, Russland, Argentinien & Co trafen sich beim Interalpin B2B-Meeting in der Wirtschaftskammer Tirol. Alle Experten gehen von einem weiteren Aufschwung im Tourismus aus. Tiroler Firmen stehen weltweit an der Spitze und setzen auf den Heimvorteil.

„Der Tourismus kann in den nächsten Jahren kräftiges Wachstum erwarten“, prophezeite Martin Schobert von „tourismusdesign“, einem Büro für Produkt- und Markenentwicklung in Tulln, beim B2B-Meeting in der Wirtschaftskammer. Vor allem durch das starke Wachstum von Gästen aus asiatischen Regionen, speziell aus China, werde auch der Alpentourismus wachsen. Vertreter aus China, in der Regel wichtige unternehmerische Entscheidungsträger aus dem Reich der Mitte, waren auch zahlreich zum B2B-Meeting gekommen.

Das unterstützte die positive Stimmung, die bei den internationalen Ausstellern und Besuchern der Interalpin bei der Veranstaltung herrschte. Beim Meeting wurde nicht nur unverbindlich genetzwerkt. Die Teilnehmer konnten vielmehr die Gelegenheit für sehr intensive konkrete Gespräche nutzen.

Auf besondere Resonanz war schon zuvor eine mehrtägige Veranstaltung von Außenwirtschaft Austria und Wirtschaftskammer gestoßen, die internationale Besucher der Interalpin im Vorfeld der Messe schon Exkursionen in Tiroler Skigebiete und Firmenbesuche bei Tiroler Unternehmen sowie gesellschaftliche Events ermöglichte, etwa ein Besuch der Seegrube über Innsbruck mit dem beeindruckenden Panorama.

„Die Fachbesucher profitieren dadurch gleich dreifach: zum einen durch die Exkursionen, zum zweiten durch das B2B-Meeting in der Wirtschaftskammer und drittens natürlich durch ihre Präsenz auf der Interalpin“, fasst Gregor Leitner, Chef der Abteilung Außenwirtschaft in der Tiroler Wirtschaftskammer, zusammen.

Auf der ganzen Welt vertreten

Das gefiel u. a. besonders auch Oliver Suter, Verkaufschef der Firma Axess, einer führenden Firma für Zugangssysteme zu Skigebieten mit Headquarter in Salzburg und einem starken Produktionswerk in Innsbruck. Das 200-Mitarbeiter-Unternehmen macht einen Umsatz von 31 Millionen Euro, wächst jährlich um mehr als zehn Prozent und verkauft mittlerweile schon in 50 Länder, von China, Japan, Russland bis Neuseeland: „Wir sind auf allen Kontinenten vertreten – überall, wo Ski gefahren wird“, wie Suter sagt. Die am kräftigsten wachsenden Märkte sind derzeit in Asien, vor allem China ist ein Hoffnungsmarkt. Suter nützte die Anwesenheit chinesischer Vertreter auch für Gespräche. Generell sei die Interalpin eine „Riesenmöglichkeit“ für Axess, sich als Geschäftspartner zu präsentieren, sagt Suter. Und die von der Außenwirtschaft organisierten Firmenbesuche „waren eine ganz wichtige Sache für uns“.

Russland springt mit Tiroler Know-how

Ins gleiche Horn stoßen auch Brigitte Weber und Pistenpräparierungspionier Christian Steinbach von Steinbach Alpin in Oberndorf: „Wir haben bereits sehr positive Erfahrungen mit der Außenwirtschaft Austria und der Wirtschaftskammer, wir haben etwa bei einer Korea-Delegation erfolgreich Geschäfte abschließen können“, berichtet Steinbach. Jetzt liege der Fokus vor allem auf China.

Auch für Emanuel Wohlfahrter von der Imster Firma Sunkid, Weltmarktführer bei Skiförderbändern, Produzent von Spielepark-Geräten, war die ganze Organisation rund um die Interalpin durch die Wirtschaftskammer eine tolle Möglichkeit, mit Kunden langfristige Kontakte zu schmieden und zu pflegen. Ebenso für Georg Malojer, Chef der Innsbrucker Baumangementfirma Malojer. Er hat sich im Tourismus seit längerem einen guten Namen gemacht, hat nicht nur das Baumanagement der Bergisel-Schanze, sondern auch zwei Schanzen in Seefeld, vier in Vorarlberg abgewickelt und arbeitet an einem großen Schanzenprojekt in Russland. Er nützt die B2B-Veranstaltung und die Interalpin für neue Kontakte zu potenziellen Kunden, die irgendwann in den nächsten Jahren zu Aufträgen führen könnten.

Heimvorteil für Tiroler Unternehmen

Gerhard Reicher von der Innsbrucker Firma Bellutti, führte beim B2B-Meeting Gespräche, um bei den Olympischen Spielen in Korea und China dabei zu sein. Bellutti hat bereits die Spiele in Vancouver und Sotchi mit Pistenplanen ausgestattet sowie die Weltmeisterschaften in Lahti und St. Moritz: „Die Interalpin ist eine hervorragend Gelegenheit, in Kontakt mit potenziellen Kunden zu kommen, die man sonst mit dem Flugzeug besuchen müsste“, sagt Reicher. Die Messe sei ein klarer „Heimvorteil“ für Tiroler Unternehmen.

 

Diesen nützt auch Hannes Waldhart, Chef der Pfaffenhofener Tourismus-Softwareschmiede, die im Bereich Skischulensoftware Weltmarktführer ist. Waldhart hat Geschäfte bereits in Japan, Russland und China abgeschlossen und ortet in der Interalpin eine gute Möglichkeit, weiter an der Internationalisierung zu arbeiten.

Licht im Nahen Osten

Das gleiche gilt für die Tiroler Rohre GmbH in Hall, die in der europäischen Beschneiungsbranche eine entscheidende Rolle spielt. Die Haller haben vor allem jene Märkte im Visier, die im Pistenbau groß aufrüsten, das sind vor allem Märkte in Asien, aber auch Russland, wie Romana Bohm und Roland Kröpfl von Tiroler Rohre berichten.

Auf gute Geschäfte kann auch Marie Mark von der Beleuchtungsdesigner MK Illumination rechnen. Die Firma punktet nicht nur mit Weihnachtsbeleuchtungsinstallationen, sondern hat besonderen Erfolg mit der Beleuchtung von Hotels und öffentlichen Bauwerken im Nahen Osten. Zuletzt hat MK Illumination eine erste Niederlassung in Russland errichtet. Bei der B2B-Veranstaltung warb das Unternehmen dafür, dass sich mehrere Hotels bzw. ganze Tourismusorte zusammentun sollten, um eine wirklich tourismuswirksame Gesamtlösung umzusetzen. Die B2B-Meeting und die Interalpin seien dafür gute Gelegenheiten, sagt Mark.

 

» Weitere Informationen:
Starthilfe für Exporteure: Außenwirtschaft – Enterprise Europe Network
Interalpin: Die weltweite Leitmesse für Alpine Technologien

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