Flexible Arbeitszeit: AK und ÖGB haben nichts verstanden

WK-Präsident Jürgen Bodenseer unterstützt das grundsätzliche Bekenntnis von Johannes Tratter zu mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. Kein Verständnis hat er für die Schwarzmalerei der Neinsager-Front.

“Es ist eine Tatsache, dass in den Betrieben gearbeitet werden muss, wenn Arbeit da ist. Alles andere heißt, die Augen vor der Realität zu verschließen”, erklärt Jürgen Bodenseer. Der WK-Präsident betont in diesem Zusammenhang einmal mehr, dass der 12-Stunden-Tag nicht die Normalität darstellt, sondern von den Betrieben zur Bewältigung von kurzzeitigen Auftragsspitzen dringend benötigt wird.

Kein Verständnis hat Bodenseer für die scharfen Reaktionen von AK, Gewerkschaften und einigen Parteien. Speziell Erwin Zangerl übt sich einmal mehr in Polemik, indem er den Vorschlag mit der Begründung ablehnt, dieser käme “der Wirtschaft, aber sicher nicht den Arbeitnehmerfamilien zugute”. “Zangerl hat immer noch nicht verstanden, dass es den Arbeitnehmern nicht gut gehen kann, wenn die Betriebe aufgrund veralteter Regelungen nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Flexibilität ist schlicht und einfach eine Notwendigkeit, die heimische Unternehmen erfüllen müssen – oder sie werden beinhart aus dem Wettbewerb gekickt. Was dann mit den Jobs passiert, ist auch klar”, erklärt Bodenseer.

Die von Zangerl aufgezählten Probleme in Zusammenhang mit einem Zeitwertkonto sind für Bodenseer an den Haaren herbeigezogen: “Natürlich lassen sich vernünftige Regeln für den Ausgleich von Guthaben auf Freizeitkonten finden – wenn man nur will. Zangerl will aber ganz offenkundig nicht und ortet überall Hinterlist, Verschwörung und Gemeinheit. So lassen sich die Herausforderungen von Digitalisierung, Globalisierung und Arbeit 4.0, die auf die Betriebe zukommen, definitiv nicht bewältigen”, so Bodenseer.

ÖGB-Vorsitzendem Otto Leist richtet Bodenseer aus, dass nicht die Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten “verantwortungslos” ist, sondern das Verhindern von Rahmenbedingungen, mit denen die Betriebe unter dem herrschenden Konkurrenzdruck bestehen können.

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