Digitalisierungsbarometer: Unternehmer gehen optimistisch in die digitale Zukunft

Das 1. Tiroler Digitalisierungsbarometer zeigt: Die Tiroler Unternehmen sind auf vergleichsweise niedrigem Digitalisierungsniveau unterwegs, sehen aber viele Chancen. Die Wirtschaftskammer unterstützt mit einem breiten Serviceangebot.

» Die Veranstaltung Tirol 4.0 – Wir machen Tirols Unternehmen fit für das Digital Age gibt es hier zum Nachsehen:

Das 1. Digitalisierungsbarometer bietet einen Querschnitt durch die Tiroler KMU-Landschaft, steht den Unternehmen als Benchmark und der Politik als Wegweiser in die digitale Zukunft zur Verfügung. „Wir verfolgen damit das Ziel, den Digitalisierungs-Status-quo in Tirol zu erheben“, erklärt Michael Unterweger, Obmann der gewerblichen Dienstleister und Initiator des Digitalisierungsbarometers. „Dadurch können wertvolle Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Investitionsentscheidungen geschaffen werden. Den politisch Verantwortlichen wird damit eine Faktenbasis zur Verfügung gestellt, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.”

Wie die Ergebnisse zeigen, liegt Tirol beim “Digitalisierungsgrad” hinter der internationalen Benchmark, dennoch sehen die Unternehmen durch die Digitalisierung große Chancen in der Zukunft:

Die Ergebnisse des 1. Tiroler Digitalisierungsbarometers

  • Die Hälfte der Befragten empfindet die Digitalisierung als Chance für den Betrieb, nur 16 % sehen pessimistisch in die Zukunft.
  • 28 % der Befragten haben sich bislang mit dem Thema auseinandergesetzt.
  • 60 % der Unternehmen geben an, mit dem Thema alleine zurecht zu kommen.
  • Der Fokus bei jenen, die Unterstützung in Anspruch nehmen möchten, liegt im Onlineauftritt und in der Onlinewerbung (52 %) sowie bei branchenspezifischer Software 
(43 %). 40 % sehen Unterstützungsbedarf bei Rahmenbedingungen (rechtliche Aspekte, Kommunikation, Umgang mit Daten). Die Anforderungen an die Arbeitswelt spielen mit 27 % eine vergleichsweise geringe Rolle.
  • Besonders stark wird der buchhalterische Bereich genutzt (85 % Onlinebanking, 41 % elektronische Rechnungen) – damit sind die Tiroler Betriebe im Österreichvergleich Vorreiter.
  • 24 % der Daten befinden sich in einer Cloud.
  • 34 % des Werbebudgets werden online ausgegeben. Auf der anderen Seite werden nur 10% des Absatzes online abgewickelt und nur jeder fünfte Neukunde online akquiriert.
  • 14 % geben an, keine Website zu haben.
  • 16 % der Kunden werden mit einer CRM-Software gemanagt.
  • Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter haben digitale Basiskenntnisse, ein Drittel der Mitarbeiter haben branchenspezifische digitale Kenntnisse.
  • Ein Viertel der Kundenkontakte findet digital (d.h. Onlinetelefonie, Social Media oder Chats) statt.
  • Veränderungen bei Produkten (17 %) und der Prozesse (16 %) werden im österreichischen Vergleich verhalten dargestellt.
  • Der Gesamtdigitalisierungsgrad liegt derzeit bei 31 %, womit die Tiroler Unternehmer 8 % unter vergleichbaren Studien im deutschsprachigen Raum liegen.

„Unterm Strich“, so Obmann Michael Unterweger mit Blick auf das Ergebnis des 1. Digitalisierungsbarometers, „sehen die Tiroler Betriebe von einem vergleichsweise niedrigen Digitalisierungsniveau optimistisch in die digitale Zukunft – ohne sich bisher jedoch ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.“

Digitalisierung keine Naturgewalt, sondern Chance

Der digitale Wandel ist für die Experten Barbara M. Thaler und Christoph Holz keine Zukunftsmusik. „Wir stecken schon mitten drin in dieser Veränderung, die alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche betrifft“, hält Thaler fest und ist in ihrer Arbeit bestrebt, den Unternehmen die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen. Für die WK-Vizepräsidentin hängt sehr viel von der Veränderungsbereitschaft der Unternehmer und Unternehmerinnen ab. Digitalisierung ist kein Trend, der wieder vorbeigeht. „Deshalb kann man auch nicht einfach nichts tun. In diesem Sinne ist es also nie zu spät,  sich mit dem Veränderungstreiber Digitalisierung auseinanderzusetzen.“

Als Obmann der Tiroler IT-Wirtschaft hat Christoph Holz ebenfalls tiefen Einblick in die Veränderung und die Möglichkeiten durch die Digitalisierung. Für Holz ist sie keine „Naturgewalt“, sondern eine Chance, die gestaltet werden muss. Gleichzeitig warnt Holz aber auch davor, die Digitalisierung vollends zu überschätzen. „Die Erfindung der Waschmaschine hat der Gesellschaft und der Wirtschaft mehr gebracht als das Internet“, so der IT-Experte.

Michael Unterweger, Barbara M. Thaler, Christoph Holz

Die Tiroler Unternehmen sehen optimistisch in die digitale Zukunft: Michael Unterweger (Obmann gewerbliche Dienstleister und Initiator des Digitalisierungsbarometers) und die IT-Experten Barbara M. Thaler (WK-Vizepräsidentin) und Christoph Holz (Obmann der Tiroler IT-Unternehmen).

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