KV-Verhandlungen: 1,7 Prozent mehr für Elektroindustrie

Die Sozialpartner sind in die Frühjahrslohnrunde gestartet. Den Auftakt machte die Elektro- und Elektronikindustrie mit ihren rund 50.000 Beschäftigten, die sich gestern Nacht in der zweiten Verhandlungsrunde auf einen Anstieg der Kollektivvertragslöhne um 1,7 Prozent und der Ist-Löhne um 1,6 Prozent einigten.

Als Basis für die Verhandlungen diente die Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate von einem Prozent, aktuell liegt die Teuerungsrate bei 2,2 Prozent.

Die Freizeitoption – also keine Lohn- und Gehaltserhöhung, aber dafür mehr Freizeit – wurde beim aktuellen KV-Abschluss planmäßig fortgesetzt. Weiters wird es flexible Lohnelemente geben, so dass auf Betriebsebene einzelne Einkommensgruppen stärker bei der Erhöhung berücksichtigt werden können. Zusätzlich kann noch eine Einmalzahlung gewährt werden.

Zufrieden zeigten sich Arbeitnehmer- wie Arbeitgebervertreter nach den Verhandlungen mit der nunmehr vollen Anrechnung der Elternkarenzzeit für die Vorrückungen, Urlaubsdauer, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und das Jubiläumsgeld. Für die Produktionsgewerkschaft PRO-Ge wurde damit ein wichtige Forderung erfüllt, für die Arbeitgeber vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) wiederum wurde damit die Branche für Frauen noch attraktiver.

Chemische Industrie folgt am 30. März

Als nächstes stehen die KV-Verhandlungen in der chemischen Industrie auf dem Programm. Sie starten am 30. März, es folgt dann die Papierindustrie. Die Textilindustrie hat sich gestern auf einen Mindestlohn von 1.500 Euro geeinigt. Die KV-Gehälter steigen um 1,5 Prozent für 2017 und ab 1. April 2018 um 0,25 Prozent zuzüglich der durchschnittlichen Inflationsrate der Monate März 2017 bis Februar 2018.
(APA)

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