Innsbruck: Neues Müllsammelsystem stinkt zum Himmel

Mit dem neuen Müllsammelsystem, das ab 20. März flächendeckend in allen Stadtteilen zum Einsatz kommt, lässt die Stadt Innsbruck sowohl Anrainer als auch Eigentümer im Stich und auf Problemen sowie Kosten sitzen.

Am 20. März ist es soweit, das neue Müllsammelsystem wird auf das gesamte Innsbrucker Stadtgebiet ausgeweitet. Kunststoff und Altpapier werden ab diesem Tag von zu Hause abgeholt.

Dies sorgt bei Immobilieneigentümern, Hausverwaltern und Mietern gleichermaßen für Unmut, weiß Bezirksobmann Karl Ischia: „Da die bisherigen Müllräume meist zu klein sind, werden die zusätzlichen Mülltonnen vor den Hauseingängen abgestellt. Das Stadtbild leidet darunter enorm. Aber auch die andauernde Geruchsbelästigung ist ein großes Problem.“ Ein Service, welches die Tonnen zur Abholung an die Straße bringt und anschließend wieder verstaut, würde in einigen Fällen zwar eine Verbesserung bringen, zugleich jedoch auch höhere Betriebskosten.

Eigentümer und Mieter tragen Mehrkosten

Darüber hinaus wälzt die Stadt Innsbruck mit dem neuen Sammelsystem weitere Probleme auf Wohnungseigentümer und Mieter ab. Denn nicht nur Optik und Geruch führen zu Schwierigkeiten, sondern weitere Kosten müssen getragen werden. „Für Mieter und Wohnungseigentümer entstehen durchschnittliche Kosten in Höhe von 1.800 Euro pro Jahr und Liegenschaft“, erklärt Peter Rhomberg, Ausschussmitglied der Fachgruppe Immobilientreuhänder. „Diese Kosten sind auch deshalb so hoch, weil Leichtverpackung und Altpapier an unterschiedlichen Wochentagen abgeholt werden“ ergänzt Robert Moll, Obmann der Fachgruppe Immobilientreuhänder.

Vor allem in der Innenstadt ist der Raum begrenzt, sollen dennoch neue Müllräume geschaffen werden, steigen die Kosten dementsprechend. Oft ist die Erweiterung der Müllräume gar nicht möglich, nachdem dafür keine Erweiterung der Baudichte genehmigt ist.

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