Standortraketen für Tirol: Infrastruktur und Flexibilität

Im aktuellen Regionen-Ranking der EU liegt Tirol auf Rang 95. „Das ist wie bei der Bundesligatabelle. Wir müssen schauen, was die Regionen vor uns besser machen“, betont WK-Präsident Jürgen Bodenseer das Motivationspotenzial.

Diese Europameisterschaft findet alle drei Jahre statt. Schiedsrichter dabei ist die EU-Kommission, die seit 2010 jedes dritte Jahr die 263 Regionen der EU vergleicht und dann den Index für regionale Wettbewerbsfähigkeit veröffentlicht. Es ist ein spannendes Match, das nicht zum Ziel hat, den Guten Lob und den Schlechten Häme zu bringen. Mit dem Index sollen in erster Linie Initiativen zur Verbesserung angestoßen werden. Ein positiver Ansatz, den WK-Präsident Jürgen Bodenseer nur unterstreichen kann. „Ein Ranking ist wie eine Bundesligatabelle. Man muss schauen, was die vor uns besser machen und was wir selbst tun können, um den einen oder anderen zu überholen“, sagt er. Schließlich sind Vergleiche wie diese weder Selbstzweck noch statische Momentaufnahme für die Wirtschaft, sondern vielmehr eine Motivationsvorlage, um Arbeitsplätze wie Wohlstand auf Dauer zu sichern.

Faktor Infrastruktur

Im aktuellen Ranking landete Tirol auf Rang 95, was gegenüber 2013 einer Verbesserung um 16 Plätze entspricht. Beim Blick darauf, was vergleichbare Regionen „besser“ machen, sticht die Infrastruktur heraus, wobei die Definition längst nicht nur fließenden Verkehr und und beste Anbindungen miteinschließt, sondern eine Art Exzellenz im Logistikbereich beschreibt. In dieser Einzelwertung belegte Tirol den Rang 99. Grund, Gas zu geben. Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor und erst im Spätherbst 2016 war im Zusammenhang mit dem „FBA Infrastrukturreport“ festgehalten worden, dass die Produktivität um elf Prozent höher sein könnte, würde die heimische Infrastruktur der internationalen Benchmark entsprechen.

Faktor Flexibilität

Ob Europameisterschaft, Bundes- oder Regionalliga – die Vorzüge der Besten zu erkennen, dient als Ansporn. Jüngst prämierte der „Trend“ etwa die 300 besten Arbeitgeber Österreichs und es waren die flexiblen und innovativen Arbeitszeitmodelle, welche die Mitarbeiter der dabei bewerteten Unternehmen (mit mind. 200 Mitarbeitern) als entscheidend einstuften. „Ein großes Unternehmen tut sich leicht, flexible oder adäquate Arbeitszeiten anzubieten. Ein Installateur oder Elektriker mit vier oder zehn Mitarbeitern kann das nicht machen. Für den braucht es eine andere Flexibilität“, lenkt Bodenseer den Blick auf den Praxis-Alltag der heimischen KMU, der so gar nichts „automatisiertes“ hat, und hält fest: „Flexibilität muss auch flexibel sein. Deswegen brauchen wir neue rechtliche Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten.“

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!