Retro

KOMMENTAR

Manche versuchen, mit rückwärtsgerichteten Ideen nach vorne zu kommen – und wundern sich noch, wenn’s nicht funktioniert.

 

Wenn es um die Zukunft geht, schauen manche offenbar lieber nach hinten als nach vorne und greifen in die Mottenkiste. Was sie dort zu finden hoffen, ist mir nicht klar: Die meisten Uralt-Rezepte haben schon zu ihrer Zeit nicht funktioniert, geschweige denn heute.

Euer Infrastrukturminister schlägt tatsächlich vor, dass sich der Staat an Privatunternehmen beteiligen soll. Der Staat! Ausgerechnet der Staat, der seit 55 Jahren nicht einmal sein eigenes Budget in den Griff bekommt. Lieber Herr Minister Leichtfried: Planwirtschaft war gestern.

Der WIFO-Chef wartet auch mit einem Retro-Vorschlag auf: Der österreichische Staat möge mehr umverteilen. Im Ernst? Österreich ist bei den Umverteilern weltweit führend, mehr bringt den Mittelstand endgültig um.

Und der ÖGB-Chef nimmt all seinen Mut zusammen und spricht das Wort “Robotersteuer” aus. Nachdem schon die “Wertschöpfungsabgabe” und die “Maschinensteuer” aus guten Gründen auf wenig Gegenliebe gestoßen sind, versucht er jetzt dasselbe mit einem neuen Namen. Lieber Herr Foglar: Alten Wein in neuen Schläuchen mag keiner trinken.

“Zurück in die Zukunft” funktioniert im gleichnamigen Hollywood-Blockbuster. In der Realität ist damit nichts zu gewinnen. Zurück ist zurück, nichts anderes. Vielleicht machen die zitierten Herrschaften das nicht einmal absichtlich: Wenn jemand “hinten” für “vorne” hält, liegt das wahrscheinlich daran, dass er selbst ziemlich weit hinten ist, meint

Der Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

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