Tirol “gibt Strom” bei Elektromobilität

Elektromobilität für Tiroler Unternehmer ist ein breit gefächertes Feld, das viele Fragen aufwirft: Stehen wir vor einem technologischen Durchbruch? Sitzen wir diese Innovation einfach nur aus? Oder sind Tesla & Co bald die besseren Autohersteller?

Sehen Sie dazu unser Video:

 

Viele spannende Aspekte in Sachen E-Mobilität, die kürzlich bei einer Veranstaltung der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Tirol gemeinsam mit dem Autohandel diskutiert wurden. In Tirol sind bereits mehr als 700 E-Autos unterwegs, Tendenz steigend. Dennoch ist das Thema noch nicht ganz bei den Tirolern angekommen. Bei der Elektromobilität dreht es sich primär um die Punkte Effizienz, Reichweite und natürlich Kosten.

Dieter Unterberger, Gremialobmann des Tiroler Fahrzeughandels, hat mit den Fragen und Reaktionen der Kunden tagtäglich zu tun: “Im Bereich der niedrigen Geschwindigkeit ist der Fahrspaß mit einem Elektroauto riesig. Doch die Verunsicherung bei den Kunden ist immer noch sehr groß. Das größte Thema ist hier sicher die Reichweite, wie weit ich mit einem E-Auto komme. Und natürlich die Geschwindigkeit der Akkuladung. Hier wäre generell der Wunsch an die Elektroautoindustrie nach besseren Batterien oder einer anderen Kapazität, um Energie zu speichern.”

Für Elektromobilität: Gremialobmann Dieter Unterberger, Gerhard Windisch und Spartenobmann IC Dietmar Hernegger.

Gremialobmann Fahrzeughandel Dieter Unterberger, Unternehmer Gerald Windisch und Spartenobmann IC Dietmar Hernegger. Foto: WKT.

CO2-freie Alternative zu E-Auto

Eine umweltfreundliche Alternative zu elektronisch betriebenen Fahrzeugen sind Wasserstoffautos. Das Land Tirol hat das Ziel bis zum Jahr 2050 energieautonom und CO2-frei zu werden. Wasserstoffantriebe seien die Lösung für die Feinstaub-, Lärm-, und CO2-Problematik, meint Ernst Fleischhacker, Experte und erster Ansprechpartner rund um die Wasserstoff-Strategie. Wasserstoffmotoren sind keine Verbrennungsmotoren. Der Wasserstoff wird in der Brennzelle zu Strom umgewandelt, der das Fahrzeug betreibt. Aus dem Auspuff strömen keine Abgase, sondern Wasserdampf. Fleischhacker sieht den Wasserstoff-Ausbau über Tirols Grenzen hinaus mehr als positiv: “Die Wasserstoffautobahn reicht mittlerweile schon von Norwegen bis Verona, entlang dieser Strecke gibt es in regelmäßigen Abständen Wasserstofftankstellen.” Die erste Wasserstofftankstelle Tirols wurde 2015 in der Andechsstraße in Innsbruck eröffnet.

Der Innsbrucker Unternehmer Gerald Windisch hat 2012 mit neun Elektroroller seinen Pizza-Lieferservice gestartet. Mittlerweile stehen 14 in seinem E-Fuhrpark. “Ich wohne in Götzens. Und jeden Tag sehe ich den Smog über Innsbruck. Ich wollte meinen persönlichen Teil dazu beitragen, die Luft in unserer Stadt zu verbessern und die Emissionswerte zu verringern.” Er will seinen reinen E-Fuhrpark noch weiter ausbauen und ist gerade selbst dabei, einen Roller für den Businessbereich zu konzipieren und zu bauen.

Kein Öl-Wechsel, kaum Verschleißteile und durch die immer höher werdenden Produktionsraten werden auch die Akku-Kosten bei Elektroautos immer günstiger. Für den Gremialobmann des Fahrzeughandels auch eine nicht ganz bedenkenlose Entwicklung für die Autohäuser: “Mit den reinen Elektroautos ist es schwierig, die Strukturen des Autohandels und der Autowerkstätten zu erhalten. Bisherige Notwendigkeiten wie Service usw. entfallen bei E-Autos einfach. Hier müssen wir uns künftig gut überlegen, wohin es gehen sollen und mit welchen Alternativen wir dem Kunden Möglichkeit geben Geld auszugeben.”

Förderung für Unternehmer

Aus dem 72-Millionen-Förderpaket der Bundesregierung ergeben sich seit März kostensparende Chancen für die Tiroler Unternehmer. Die steuerlichen Vorteile überwiegen bei Elektroautos mehr und mehr. So entfällt bei elektronisch betriebenen Fahrzeugen beispielsweise die motorbezogene Versicherungssteuer, was sich wiederum bei den laufenden Kosten auswirkt. Im Allgemeinen liegen die Steuersätze für umweltfreundliche Autos deutlich niedriger, falls es überhaupt welche gibt. Für gewerbliche Unternehmer in Tirol gibt es für die Anschaffung von Elektroautos drei Fördermöglichkeiten: “Einmal 1.500 Euro Bundesförderung von der Kommunal Public Consulting, weiters gibt es den Mobilitätsbonus von den Automobilimporteuren auch in der Höhe von 1.500 Euro und last but not least gibt es speziell für Tiroler Unternehmer eine Zusatzförderung vom Land Tirol in der Höhe von 450 Euro “, so Richard Stöckel vom Innovations- und Technologieservice der WKT.

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!