Bumerang

KOMMENTAR

Ein Bumerang mag als Sport- und Jagdgerät Sinn machen. In der Politik hat er nichts verloren.

 

Ein Bumerang kehrt immer wieder zurück. Das passiert bei politischen Bumerangs auch. Was auf die lange Bank geschoben wird, ist eben nicht aus der Welt, sondern landet nach einer mehr oder weniger eleganten Flugbahn unweigerlich am Ausgangspunkt.

Bei der kalten Progression hat die Bundesregierung ein besonderes Kunststück geschafft: Der Ausgleich erfolgt immer erst, wenn die Fünf-Prozent-Hürde erreicht ist. Damit bleibt das Thema in den Schlagzeilen – immer und immer wieder. Einen ähnlichen Bumerang wirft die Regierung nun auch bei den Lohnnebenkosten: Warum auf drei Jahre, warum europarechtlich so fragwürdig, warum mit soviel Bürokratie? Warum nicht einfach die Lohnnebenkosten generell senken? Flexible Arbeitszeiten sind auch seit Jahren ein Thema. Doch bis jetzt haben es AK und Gewerkschaften geschafft, jeden einzelnen Anlauf in eine lange Umlaufbahn zu lenken. Hoffentlich werden die aktuellen Verhandlungen nicht zur nächsten Ehrenrunde. Selbst auf EU-Ebene ist es nicht besser: Der Grexit taucht plötzlich wieder auf – aber wahrscheinlich wird auch diesmal jede Menge Geld versenkt, ohne das Problem zu lösen.

Endlosschleifen sind nicht nur quälend langweilig, sie sind ausgesprochen dumm. Bei jeder neuerlichen Begegnung mit einem längst in Vergessenheit geratenen Thema geht alles wieder von vorne los: Die Diskussionen, der Ärger, die Zeitverschwendung. Nehmt das Herz in die Hand und hakt ab, was abzuhaken ist. Endgültig.

Der Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

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