Schultz: “Brauchen Flexibilität bei Kinderbetreuung und Arbeitszeit”

WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Martha Schultz fordert geeignete Rahmenbedingungen.

WKÖ-Vizepräsidentin und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Martha Schultz fordert geeignete Rahmenbedingungen. Foto: WKÖ

Ausbau der Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten sind Voraussetzung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – WKÖ-Vizepräsidentin Schultz weiß: Unternehmerinnen betrifft es besonders, denn sie sind auf ein flexibles Betreuungssystem angewiesen.

„Wir brauchen endlich flexible Rahmenbedingungen, die es Eltern, insbesondere Müttern, möglich machen, einen modernen Alltag gut zu bewältigen – also Beruf und Kinder zu vereinbaren“, bekräftigt Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), die langjährige Forderung der Unternehmerinnenvertretung in der WKÖ.

Kinderbetreuungsplätze Mangelware

„Vor allem der Ausbau flexibler, qualitativ hochwertiger und leistbarer Kinderbetreuungsplätze und die Möglichkeit für flexiblere Arbeitszeiten sind aus unserer Sicht ein absolutes ,Muss’, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen“, betont Schultz und erinnert in diesem Zusammenhang an die Barcelona-Ziele der EU, denen sich Österreich 2002 zwar verpflichtet hat, aber vor allem bei den Betreuungsangeboten für unter 3-jährige Kinder immer noch deutlich nachhinkt.
„Auf ein flächendeckendes Angebot an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige sowie Öffnungs- und Schließzeiten, die dem modernen Familienalltag angepasst sind – darauf können wir nicht verzichten,“ stellt Schultz klar. “Vielleicht gäbe es durch die kommenden Finanzausgleich-Verhandlungen einen stärkeren Impuls, hier endlich Ergebnisse zu erzielen.“

Unternehmerinnen besonders betroffen

Unternehmerinnen sind vom Mangel an Kinderbetreuungsplätzen besonders betroffen, wie die Vertreterin der über 120.000 Unternehmerinnen in Österreich weiß: „Denn einerseits müssen und wollen Unternehmerinnen meist rasch nach der ‚Babypause‘ wieder in ihren Betrieb zurückkehren, andererseits haben sie keine klassischen ‚9-to-5-Jobs‘ und sind daher auf ein flexibles Betreuungssystem angewiesen.“

Neben dem dringenden Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung, sind auch individuelle Lösungsmodelle, etwa für Branchen mit Wochenendarbeit, zu forcieren. Deshalb fordert Frau in der Wirtschaft die Erweiterung der Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten von zehn auf 14 Jahre.

„Wir wissen aus der betrieblichen Praxis, dass der Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten gerade bei Frauen stark vorhanden ist. Doch selbst wenn Unternehmen und Arbeitnehmerin miteinander eine Lösung finden könnten, stellen gesetzliche oder kollektivvertragliche Regelungen ein Hindernis dar“, bringt Schultz das eigentliche Problem auf den Punkt.

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