Strompreiszone als Best practice

Kommt es zu einer Zerschlagung des gemeinsamen Strommarkts von Österreich, Deutschland und Luxemburg, könnte das massiv negative Konsequenzen haben.

Seit knapp 15 Jahren wickeln die drei Länder ihren Stromhandel gemeinsam ab. Wird die Strompreiszone aufgehoben, drohen volkswirtschaftliche Mehrkosten von rund 300 Millionen Euro.

Institutionen in der EU, aber auch einzelne Staaten, argumentieren seit ein paar Jahren gegen den Erhalt der Strompreiszone und fordern eine Zerschlagung. So meint etwa Polen, dass an der deutsch-österreichischen Grenze ein Engpass bestünde und daher eine Kapazitätsvergabe für Strom eingeführt werden müsse. Energiemarkt-experten können das jedoch nicht nachvollziehen.

Wird eine Trennung der Strompreiszone erzwungen, wäre das ein Rückschritt, der noch dazu teuer käme, erläutert WKÖ-Präsident Christoph Leitl: „In der EU soll Warenverkehrsfreiheit gelebt werden, das gilt auch für Strom. Noch dazu spricht die EU-Kommission von der Realisierung einer Energieunion. Unser gemeinsamer Strommarkt mit Deutschland entspricht genau diesen Prinzipien und ist somit ein Best Practice Beispiel in Europa. Es kann doch nicht sein, dass dieses nun wieder zurückgenommen werden soll. Wir fordern die Europäische Kommission auf, alles zu tun, damit es keine Rückschläge in diesem Konzept gibt.“

Bilaterale Gespräche

Während Rechtswege ausgelotet werden, laufen die politischen Verhandlungen weiter. Leitl: „Wir begrüßen, dass die bilateralen Gespräche zwischen österreichischem und deutschem Wirtschaftsministerium vor kurzem wieder in Gang gekommen sind. Wir werden als WKÖ auch mit unseren Schwesterorganisationen in Deutschland und Luxemburg Kontakt aufnehmen und mit EU-Institutionen den Austausch suchen. Das Ziel muss sein, eine partnerschaftliche Lösung im europäischen Kontext zu erreichen.“

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