Taxibranche kämpft mit Lenkermangel

In Tirol gibt es erstmals einen Mangel an Taxilenkern. „Teilweise sind Unternehmer gezwungen Teile ihres Fuhrparks ungenützt stehen zu lassen und das trotz starker Nachfrage“, berichtet Fritz Jäger, Obmann der Tiroler Taxi-Unternehmen.

Bei der Taxi-Innung in der Wirtschaftskammer Tirol laufen die Telefone heiß. „Ich suche Fahrer, aber ich finde keine“, hieß es da zumeist. „In Anbetracht der hohen Arbeitslosigkeit eigentlich unvorstellbar, dass man als Tiroler Unternehmen keine Dienstnehmer mehr findet“, bedauert Fritz Jäger, Obmann der Taxi-Innung, diesen Umstand. Trotz guter Bezahlung, vor allem für die Arbeit während der Nachtstunden, ist es vielen Taxi-Unternehmen nicht möglich, geeignete Lenker zu finden. Manche behelfen sich deswegen mit Familienmitgliedern oder pensionierten Aushilfslenkern. „Doch das kann und darf keine Lösung für die Zukunft sein. Wir müssen schauen, dass wir die junge Generation wieder für unseren Beruf begeistern können“, ist der Branchen-Sprecher überzeugt.

Schlechtes Image als Ursache

Jäger ahnt, dass der sprichwörtliche Hund im Image der Branche begraben liegt: „Viele meinen immer noch, dass unser Job aus stundenlangem Warten am Taxistandplatz besteht, doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Wir haben in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl an neuen Geschäftsbereichen erschlossen. Ob Flughafentransfer, Krankentransport, Schülerbeförderung oder Seniorentaxi – neben dem klassischen Taxi gibt es eine Vielzahl von Bereichen die bedient werden müssen.“

Deshalb soll in Zukunft verstärkt daran gearbeitet werden, die vielen Vorzüge des Berufs in den Fokus zu rücken. „Es ist uns beispielsweise wichtig, zu zeigen, dass unser Beruf für sehr viele Personengruppen das passende Betätigungsfeld aufweist. Für junge ungebundene Männer ist das Nachtgeschäft meist interessanter als für einen Familienvater, der wiederum wohl gut in der Schülerbeförderung eingesetzt werden könnte. Auch ist die Taxibranche nicht mehr nur eine reine Männerdomäne – es gibt sowohl Taxilenkerinnen, als auch Unternehmerinnen. Frauen wären beispielsweise prädestiniert für das Frauen-Nacht-Taxi, welches viele Gemeinden anbieten“, weiß Jäger, der abschließend appelliert: „Alle Interessierten können sich gerne bei der Wirtschaftskammer melden (T 05 90 90 5-1255) und sich über den Taxilenkerkurs informieren, der einmal pro Monat angeboten wird. Unsere Unternehmer sind froh über jeden Lenker!“

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