Tischlerei Hussl erobert die Sitzwelt

Die Tischlerei Hussl aus Umlberg ist auf exklusiven Sitzkomfort spezialisiert. In der Lutherstadt Wittenberg wird aktuell gleich doppelt auf die Tiroler Produkte gesetzt.

„Das sind schon spannende Referenzen“, gesteht Peter Hussl. Da hat er wohl recht, der Chef der gleichnamigen Tischlerei am Umlberg oberhalb der Gemeinde Terfens. In dieser idyllischen Umgebung, die vor allem in den vergangenen Winterwunderlandwochen pure Postkartenpracht bot, würde erst einmal niemand den Mittelpunkt eines Netzwerkes vermuten, das weltumspannend und durch Stühle wie Tische gekennzeichnet ist. „Für die Reformationsfeierlichkeiten brauchen sie Stühle in Wittenberg“, lenkt Hussl mit einer simplen Nachfrage-Feststellung den Blick auf die Stadt im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, die seit bald 80 Jahren „Lutherstadt Wittenberg“ heißt und deren Veranstaltungskalender 2017 prall gefüllt ist.

500-Jahre-Jubiläum auf Tiroler Stühlen

Der 31. Oktober 2017 ist Höhepunkt des Festkalenders. Dann sind genau 500 Jahre vergangen, seit Martin Luther die Reformation einleitete, indem er seine 95 Thesen an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug. Und wenn in der Aula der Winterkirche im Schloss Wittenberg der Reformation und ihrer Helden gedacht wird, sitzen die Gäste auf Stühlen aus Tirol. Am Umlberg wurde die feierliche Nachfrage aus der Lutherstadt mit einem schönen Angebot bedacht und die Feiernden werden nicht nur im Schloss, sondern auch in der Stadtkirche St. Marien – dort also, wo Luther predigte – auf Stühlen aus dem Hause Hussl sitzen. Mit Lucas Cranach ist dort einer der berühmtesten Renaissancemaler prominent vertreten. Und bald die Tischlerei Hussl. Eine echt spannende Referenz. Daran mangelt es dem 1976 gegründeten Familienunternehmen nicht.

Mit Glück und Geschick

„Wir haben einen schönen Auftrag für das Headquarter eines sehr, sehr großen Architekturbüros in Japan. Eine Jugendbildungsstätte in der Nähe von Köln bekommt von uns 1.200 Stühle und 250 Tische. Für den Österreichpavillon auf der Expo 2017 in Astana liefern wir eine Kleinigkeit und letztes Jahr hatten wir auch einen schönen Auftrag für eine Universität in Melbourne“, zählt Peter Hussl auf. Zum „Nachsitzen“ leichter erreichbar sind etwa das Museum bayerischer Könige in Hohenschwangau oder die mit feinen Hussl-Kombinationen ausgerüsteten MPreis-Baguettes. Letztere mag der Chef nicht minder gerne, weil er „nicht unbedingt nur exportieren, sondern im Umfeld arbeiten will“.

Stühle der Tischlerei Hussl am Reschensee - perfekt inszentiert

Die Stühle der Tischlerei Hussl sind auch in außergewöhnlicher Umgebung – wie hier am Reschensee – ein Blickfang.

Das alles klingt so leicht und die Werbelinie der Tischlerei vermittelt mit ihren preisgekrönten Arbeiten „im Rahmen“ ebenso dieses Gefühl von coolem und klarem Handwerk aus den Alpen. Doch auch hinter der Erfolgsgeschichte dieser mit 15 Mitarbeitern knackig aufgestellten Tischlerei steckt harte Arbeit, Geschick und ein wenig Glück. „Vor rund 24 Jahren haben wir mit den eigenen Produkten in Zusammenarbeit mit Designern begonnen. Das hat sich dann so langsam entwickelt“, erzählt Peter Hussl.

Der damals nahende EU-Beitritt ließ die Köpfe rauchen und bei der Suche nach Wegen im noch unberechenbaren, neuen Markt blieb der Blick erst einmal in Altersheimen hängen. Hussl: „Da gab es nur ganz hässliche Stühle, überdimensionierte Teile, und da waren wir die Ersten, die gemeinsam mit Designern ein besseres Produkt gemacht haben.“ Stühle und Tische für Seniorenheime waren der erste Schritt, mit einer unverwechselbare­n Kombination aus Sitzkomfort und Optik zu überzeugen.

Parallel zu den Designs wuchs das Netzwerk aus Vertriebspartnern, knapp 8.000 Stühle werden jährlich produziert und Peter Hussl sagt: „Was mir am meisten taugt, ist, dass wir es geschafft haben, einen ganz eigenen Weg zu gehen und uns einen eigenständigen Ruf zu erarbeiten.“ Ein Ruf, der sitzt.

»Weitere Informationen zur Tischlerei Hussl: www.hussl.at

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