Fachgruppe Gastronomie hilft bei Betriebsübergabe

Eine neue Initiative der Fachgruppe Gastronomie erleichtert Betriebsübergaben in Gastronomiebetrieben durch rechtlichen Beistand. Externe Juristen sollen den Übernehmern bei Betriebsanlagengenehmigungen und Prüfungspflichten unter die Arme greifen.

1500 Betriebsübergaben – allein in der Gastronomie – stehen in den kommenden drei Jahren an.  Eine ordentliche Betriebsübergabe geht allerdings mit großem Aufwand einher. Bis zum Vollzug dauert es in der Regel ein ganzes Jahr. Mit einer Genehmigung zur Betriebsübergabe ist es laut Innovationsmanager Ingobert Knapp bei Weitem nicht getan. “Es ist wie das Pickerl beim Auto”, erklärt Knapp und meint dabei die Betriebsanlagenprüfung, die regelmäßig und selbstständig alle sechs Jahre durchgeführt werden muss. Wurde dies versäumt, kommt es bei der Übergabe oft zu einem bösen Erwachen.

Seit 2015 werden bei Übergaben von Gastronomiebetrieben häufig Bescheide und Dokumente über Betriebsanlagenprüfungen eingefordert. Eine externe Prüfung durch, beispielsweise ein Ingenieursbüro, erleichtert das Prozedere und wird von der Wirtschaftskammer und dem Land Tirol gefördert.

Außer Acht gelassene Faktoren

Die per Gesetzesnovelle erweiterte Dokumentationspflicht stellt viele vor eine Herausforderung, doch sie dient auch als Schutz vor unberechtigten Anrainerforderungen. Im Streitfall, zum Beispiel bei Öffnungszeiten, Lärmbelästigungen oder Gastgärten, kann es helfen, sich auf Genehmigungen zu beziehen.

Helfen beim heiklen Thema Betriebsübergabe und Betriebsanlagegenehmigung: DI Ingobert Knapp und Josef Hackl, Sprecher der Tiroler Gastronomie.

Helfen beim heiklen Thema Betriebsübergabe und Betriebsanlagegenehmigung: DI Ingobert Knapp und Josef Hackl, Sprecher der Tiroler Gastronomie.

Um eine korrekte und umfassende Dokumentation zu gewährleisten darf man wichtige Teile der betriebsinternen Infrastruktur nicht außer Acht lassen: Bei der Betriebsanlagenprüfung wird von der Elektrik übner die Lüftung bis zu Brandschutzfaktoren und dem Ausmaß einer etwaigen Geruchsbelästigung alles dokumentiert. Vor allem technische Einrichtungen oder Geräte wie Kühlanlagen oder Kücheneinrichtungen sollten überprüft sein. Durch umfangreiche, regelmäßige Dokumentation und Genehmigung ist man immer auf der sicheren Seite. “Der Wirt muss durch die Dokumentationsunterlagen beweisen, dass er seine Gäste nicht vergiften will”, erklärt Knapp scherzend.

Beratung durch Juristen

Eine externe Anwaltskanzlei soll auf Initiative der Fachgruppe Gastronomie tirolweit für eine einheitliche und fachgerechte Beratung sorgen. Zusätzlich zu den bereits verfügbaren Broschüren zur Eigenüberprüfung will man mit der persönlichen Beratung einen wichtigen Impuls setzen. Laut Josef Hackl, Obmann der Fachgruppe Gastronomie, sei es notwendig, eine Betriebsübergabe langfristig zu planen: “Eine Betriebsübergabe funktioniert nicht innerhalb von 14 Tagen, am besten sollte damit schon 1-2 Jahre davor beginnen.” Betroffene Gastronomen können sich in der Abteilungs Wirtschaftsberatung und Rechtsservice erkundigen und sich eine Vorbegutachtung einholen.

Rechtsberatung für Betriebsübernahmen

» Mehr Informationen:

Die Gastronomie – ihre Fachgruppe in der Wirtschaftskammer Tirol

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