Klettermode von Chillaz weltweit bekannt

Ein Tiroler Betrieb will Marktführer in den USA werden. Diese Aufgabe hat sich das Vomper Klettermodehersteller „Chillaz“ zum Ziel gesetzt. Bei Kletterern und Sportlern gleichermaßen bekannt, hat das Unternehmen unter Gründer Ulf Kattnig ein kleines Imperium aufgebaut.

Das Unternehmen war das erste weltweit, das Klettermode mit Stretchanteil produzierte. Der Weg von der Gründung im Jahr 2001 bis zum vor Kurzem eröffneten Geschäft war kein leichter. „Einen ’9 to 5 job’ kann man sich gleich abschminken. Es wird von einem kleinen Betrieb gleich viel verlangt wie von einem großen Konzern“, erzählt Kattnig. Mittlerweile bietet das Unternehmen 200 Produkte mit halbjährlich wechselnden Kollektionen an. Das Herzstück des Betriebs ist und bleibt zwar die Kletterbekleidung, dennoch wird hin und wieder auch Alltagsmode produziert.

Vom Prototyp zum Kleidungsstück

Der Prototyp eines neuen Kleidungsstücks wird von Ulf Kattnig und seinem Team in Tirol erstellt. Kattnig hat sich das Designen und die Modeproduktion selbst beigebracht. Zusammen mit seiner Frau Sandra sitzt er – zu Beginn im Keller seines Hauses, mittlerweile im Firmensitz im Unterland – an der Nähmaschine und erstellt Prototypen. Das vollendete Modell wird dann zur Fertigung in die Türkei geschickt. Kattnig sieht nicht nur seine Firma mit nur sieben Mitarbeitern in Vomp wie einen Familienbetrieb, auch die Mitarbeiter im Ausland kenne er persönlich. In enger Kooperation mit österreichischen Betrieben soll das Produkt einen für die Textilindustrie möglichst kleinen Weg zurückgelegt haben, bis es über den Ladentisch geht.

Chillaz ist Vorreiter in Sachen Klettermode

Auf dem Markt für Klettermode ist Chillaz eine Art Pionier. Weil die Kletterbekleidung früher zu 100 Prozent aus Baumwolle bestand und nur durch Schnitte beweglicher gemacht werden konnte, experimentierten Kattnig und ein Freund mit Stoffmischungen. „Wir beginnen bei unseren Produkten bereits mit der Faser“, erklärt Kattnig und meint dabei den kleinsten Bestandteil des Stoffes, dem sie dehnbare, aus Holz gefertigte Fasern beimischten. So kam es zur ersten Denim-Hose im Outdoor-Bereich.

Mittlerweile ist die Kombination aus Kletterbekleidung und Mode über stationäre Händler in ganz Europa und in Teilen Asiens vertreten. In Europa bereits unter den Top drei der Klettermarken, will sich der Tiroler Betrieb jetzt in den USA etablieren. „Wir wollen in den USA die Nummer 1 werden“, setzt sich Kattnig große Ziele. Dort nehme der Klettersport, der demnächst sogar zur olympischen Disziplin wird, an Bedeutung zu. Durch Sponsoring von Kletterern wie Kilian Fischhuber oder Dani Andrada hat sich Chillaz in der europäischen Szene einen Namen gemacht. Wenn es nach Ulf Kattnig geht, soll es bald überall so sein.

»Weitere Informationen: www.chillaz.at

Chillaz hat sich bei einigen Profis bereits etabliert. Das Vomper Unternehmen sponsert zahlreiche Kletterer, so auch den ehemaligen Europameister Kilian Fischhuber.

Chillaz hat sich bei einigen Profis bereits etabliert. Das Vomper Unternehmen sponsert zahlreiche Kletterer, so auch den ehemaligen Europameister Kilian Fischhuber. Foto: Chillaz

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