Ein Barkeeper auf Erfolgskurs

Barkeeper Konstantin Karvounis bereitet einen Drink zu.

Barkeeper Konstantin Karvounis bereitet einen Drink zu.

Konstantin Karvounis arbeitet als Barkeeper im Hotel Penz. Letztes Jahr hat er die österreichische Beefeater Competition gewonnen. Vor dem Weltfinale in London erzählt er uns, wie es dazu gekommen ist und was einen guten Barkeeper ausmacht.

Geschäftig wird es hinter der Bar des 5th Floor im Innsbrucker Hotel Penz noch lange bevor die Gäste kommen. Die drei Barkeeper füllen Flaschen mit Säften, die Bar mit genug Eis. Einer von ihnen ist Konstantin Karvounis, 27 Jahre alt, frischgebackener Sieger der österreichischen Beefeater Competition. „Eigentlich ist es wie flüssiges Kochen“, erzählt Karvounis begeistert von seiner Arbeit. Hinter der Bar kreiert er für seine Kunden aufwendige Drinks. Für den perfekten Drink muss man sowohl die richtige Technik als auch das geeignete Rezept parat haben. Obwohl ein guter Barkeeper klassische Drinks genauso wie Eigenkreationen zubereiten muss, hat jeder „seine“ Spirituose. Karvounis kann mit dem Gin am besten umgehen. Nicht von ungefähr gewann er im vergangenen Jahr den österreichischen Wettbewerb der Beefeater Competition. Neben dem Titel nahm er viel Erfahrung mit, die er für das Weltfinale in London am 6. Februar brauchen wird. „Man lernt viele neue Leute und Ideen kennen und sieht, wie die anderen arbeiten.“

Von Mykonos nach Innsbruck

Konstantin Karvounis hat klein angefangen. Der gebürtige Steirer hat in der Cocktailbar seiner Eltern auf der griechischen Insel Mykonos schon erste Erfahrungen für seinen künftigen Beruf gesammelt. Seit seinem 18. Lebensjahr ist Karvounis Barkeeper und war bereits in Italien und Spanien auf Saison. Richtig begonnen hat er vor fünf Jahren, als er nach Österreich zurückkam und am WIFI den Kurs zum Diplombarkeeper absolvierte. Neben der Fähigkeit gute Drinks zu machen, muss man laut Karvounis vor allem einen guten Umgang mit Menschen und Lust an der Arbeit haben. „Den Rest kann man erlernen“, meint Karvounis schmunzelnd. Einen guten Barkeeper erkenne man daran, dass man sich als Gast wohlfühle und an der treffenden, geschmackvollen Umsetzung der Wünsche der Kunden.

Ein Drink zum Selbermachen

Bei der Beefeater Competition hat Karvounis zu Beginn nur aus Spaß durch die Hexenküche, einen Verein von Tiroler Barkeepern, teilgenommen. Schon bei seinem ersten Antritt kam er ins Finale und konnte Erfahrung sammeln. Für den Sieg hat es damals noch nicht gereicht, doch einige kreative Ideen konnte er mitnehmen. Für den Profi muss ein Drink aber nicht immer ausgefallen sein. Konstantin Karvounis empfiehlt für den einfachen Hausgebrauch einen „Negroni“. Dafür nimmt man zu gleichen Teilen Campari, Wermut und Gin, üblicherweise zu insgesamt 9 cl. Der Negroni sei ein Allrounder, den er auch selbst gerne trinke. Beim Finale in London wird von dem jungen Barkeeper allerdings wesentlich Schwierigeres erwartet.

Rezept: Der Negroni - ein italienischer Klassiker
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