Digitalisierung – eine Quelle wachsenden Wohlstands

Die Digitale Revolution hat große Auswirkungen darauf, wie wir leben und arbeiten. Wie bei allen technologischen Neuerungen stellt sich die Frage, wie wir das Beste daraus machen – als Basis für zukünftigen Wohlstand.

Digitalisierung ist zunächst einmal Entkoppelung. Wir kommen aus einer analogen Welt. Das Bremspedal im Auto war direkt mit der Bremse verbunden. Heute wird aus dem Druck aufs Bremspedal ein Signal. Dieses Signal kommt bei der Bremse an – aber nicht mehr direkt. Auf glatter Fahrbahn wird diese Signal vom ABS Computer in viele kleine Bremsvorgänge zerlegt. Als Fahrer haben wir längst umgedacht. Wir wissen, das manuelle Pumpen des Bremspedals ist kontraproduktiv. Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen, das ist es gerade, was den Menschen zu Menschen macht. Digitale Entkoppelung ermöglicht Optimierung und Speicherung. Dass kürzlich Hacker die Steuerung eines Autos übernommen haben, zeigt natürlich auch das Potenzial für Missbrauch.

Die wichtigste Frage für uns als Tirolerinnen und Tiroler: Wie können wir diesen Wandel für uns nutzen? Eines ist klar: Einen Anspruch auf Wohlstand für unseren Lebensraum, den gibt es nicht. Wohlstand muss immer wieder neu erarbeitet werden. Eine technische Revolution bedeutet auch, die kreative Zerstörung des Guten durch das Bessere. Von technologischen Fortschritt haben wir immer profitiert. Ein Unternehmen und seine Mitarbeiter bleiben ohnehin immer am Ball, um für ihre Kunden immer das Beste zu wollen.

Digitalisierung bietet Chancen

Umso mehr bietet die Digitalisierung für zukunftsorientierte Unternehmen und ihre Mitarbeiter eine sehr große Chance noch effizienter und noch kundenorientierter zu agieren. Und größere Effizienz steigert in der Regel auch den Gewinn. Und Gewinn erzeugt Wohlstand – sonst nichts.

Es wird aller Voraussicht nach so kommen, dass unintelligente Routinearbeiten automatisiert werden. Viele unangenehme Dinge werden sich selbst erledigen. Die Automation wird also auch viel Druck aus der täglichen Arbeit herausnehmen und uns Raum geben, sich wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

Diese großen Umwälzungen werden uns als Menschen stark entlasten und durchaus Kapital für individuelle Lösungen oder neue Dienstleistungen freispielen, wo z.B. Handwerker mit ihrem speziellen Wissen und Können sehr gefragt sein werden. Schon heute wünscht sich niemand mehr, dass er mit dem Beruf, den er mit 14 Jahren gelernt hat, bis zur Pension machen muss.

“Wir müssen uns nicht sorgen unsere Jobs zu verlieren – im Gegenteil – wir können uns auf neue Jobs freuen.“

Christoph Holz

Wir werden uns lebenslang weiterentwickeln und verändern. Keine Branche ist von diesen Veränderungen stärker betroffen als die IT. Wir transformieren uns ständig selbst. Und dieses Know-how, diese Kompetenz der ständigen Veränderung, möchten wir allen Tiroler Unternehmen zur Verfügung stellen.

Mit gutem Beispiel voran

Zwei Beispiele die in der FG UBIT entstanden sind, zeigen wie Digitalisierung unser Leben verändern kann.

1)    www.buergermeldung.com

In der Stadt Schwaz haben Bürger die Möglichkeit, schnell und ohne bürokratischen Aufwand auf Anliegen in der Gemeinde hinzuweisen. Dies ist eine interessante Möglichkeit die Kommunikation mit den Bürgern zu vereinfachen und die Mängelbehebung sowie das Anliegen- und Beschwerdemanagement im öffentlichen Raum zu beschleunigen.

2)      LAWINE TIROL

Eine App, die Leben retten kann. LAWINE TIROL ist die offizielle App des Lawinenwarndienstes Tirol. Tourengehern, Freeridern und allen, die sich im Winter abseits gesicherter Pisten in den Tiroler Bergen bewegen, stehen damit sämtliche Informationen für ihre Tourenplanung am Smartphone zur Verfügung. Nachdem täglichen Lawinenlageberichten und aktuellen Stationsdaten bietet LAWINE Tirol praktische Tools wie Kompass, Höhen- und Hangneigungsmesser sowie Hintergrundwissen zu Lawinenkunde.

Wissen ist die wichtigste Ressource unserer Zeit, die Anforderung an die eigenen Kompetenzen für jeden Berater steigen ständig, erklärt Christoph Holz: „Wir in der FG UBIT treiben und begleiten die Digitalisierung, unterstützen innovative Unternehmen um noch besser zu werden. Das Ziel ist: ein Unternehmer lässt sich keine Änderung aufzwingen – er ist ihr längst voraus.“


Christoph Holz ist Unternehmer und Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Tirol.

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