AufBauWerk: Vom Schnuppern zur Lehrstelle

In dem kleinen aber feinen, nach Frischobst und Backwaren duftenden Dorfladen von Pertisau beginnt um 8 Uhr morgens der Arbeitstag von Bernadette Huber.

Erst bestückt sie die Kassa, räumt die Regale ein, putzt den Boden und erledigt andere anfallende Arbeiten bevor dann, nach und nach, die ersten Kunden ihren Weg hin zum dem charmanten Tante-Emma-Laden in der Dorfmitte der Tourismushochburg am Achensee finden. „Im Moment ist nicht so viel los, immerhin ist Wintersaison. Im Sommer kann es dann schon etwas aufwendiger werden“, erzählt die 17-Jährige. Spaß mache ihr, wie sie bekräftigt, der Job aber immer – egal ob stressig oder nicht.

Von AufBauWerk auf die Lehre vorbereitet

Mit Hilfe des AufBauWerks, eine vom Land Tirol unterstützte Organisation, die Lehr- und Arbeitsplätzen an Menschen mit Beeinträchtigung vermittelt, hat sie ihren Arbeitsplatz erhalten. Seit 1. Mai vergangenen Jahres ist Huber im Dorfladen eingestellt; als Lehrling. Vorher hatte sie, ebenfalls vom Aufbauwerk begleitet, mehrere Schnuppertage in den unterschiedlichsten Sparten und Betrieben. „Einmal haben wir uns etwa einen Betrieb angeschaut, wo Hörgeräte hergestellt werden, was sehr spannend war.“

Bevor die Mauracherin ihre Stelle angetreten hat, wurde sie von Mitarbeitern des AufBauWerks in die wichtigsten Kompetenzen eingewiesen: „Sie haben mich für die Arbeit mit der Kassa vorbereitet und auch andere geschäftliche Dinge erklärt.“ Inzwischen ist sie auch einige Zeit alleine im Geschäft und kümmert sich selbstständig darum, dass der Laden läuft. „Nur an Montagen nicht, denn da gehe ich in Schwaz auf die Berufsschule.“

“Eine Kollegin wie jede andere”

„Bernadette ist eben eine Kollegin wie jede andere“, hebt Monika Krassnitzer, die als Angestellte des Dorfladen Pertisau viel Zeit mit Huber verbringt, das Engagement der jungen Frau hervor. Die Arbeit mit Huber, so Krassnitzer, verlaufe absolut problemlos. Sie könne der 17-Jährigen vertrauen und wisse, dass diese ihre Arbeit gewissenhaft und sorgfältig erledige.
Der Grund, warum es Bernadette inzwischen so gut geht, sie zufrieden ist und ihre Arbeit gern macht, liegt für Margarethe Huber auf der Hand: „Das AufBauWerk ist eine vorbildliche Einrichtung und auch mit dem Dorfladen von Pertisau und seinen Chefs und Mitarbeitern, dem gesamten Klima hier, können wir mehr als zufrieden sein.

Es sollte mehr solche Betriebe geben

Margarethe Huber, die Mutter der 17-Jährigen, weiß: „Das AufBauWerk ist stets darum bemüht gewesen, dass es dem Mädchen an nichts fehle. In der Anfangszeit sind sie sogar regelmäßig zu Besuch gekommen um sich nach Bernadettes Befinden zu erkunden, eventuelle Probleme anzusprechen und gemeinsam lösen zu können.“ Deshalb steht für Huber fest: „Solche Betriebe und Initiativen müsste es mehr geben.“

»Weitere Informationen: www.aufbauwerk.com

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