Der Wirtschaftsmotor läuft – jetzt Bremsen lösen!

Der Tiroler Konjunkturmotor läuft auf Hochtouren. Die Politik muss auf diesen Zug aufspringen, um die Beschäftigung anzukurbeln, fordert WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Das aktuelle Konjunkturbarometer der Wirtschaftskammer Tirol zeigt Werte wie schon lange nicht mehr. Die Tiroler Betriebe erweisen sich als reinste Konjunkturlokomotive. Die Erwartungshaltung ist optimistisch, die Auftragsbücher sind gut gefüllt, die Betriebe investieren wieder und der Tiroler Export verzeichnet einen neuen Rekord. “Die Tiroler Unternehmen bringen Tirol bei Wachstum und Beschäftigung auf Stockerl. Die Politik sollte diesen guten Lauf nicht mit bürokratischen Schikanen, überzogenen Kontrollen und lähmenden Steuern behindern”, stellt WK-Präsident Jürgen Bodenseer klar.

Lust auf Leistung machen

“Die beste Wirtschaftspolitik besteht darin, Lust auf Leistung zu machen”, erklärt Bodenseer. In vielen Bereichen ist derzeit das Gegenteil der Fall. Bodenseer fordert, den Wildwuchs an Paragrafen einzubremsen. Viele Gesetze und Verordnungen sind in Österreich mit dem Faktor neun versehen. Dieselbe Materie ist in neun Bundesländern neun Mal einzeln geregelt. “Das produziert unnötigen Aufwand, den sich die öffentliche Hand sparen und die verbesserte Effizienz in Form niederer Steuern weitergeben könnte. Es ist auch höchste Zeit, Gesetze mit einem Ablaufdatum zu versehen: Sie gehören nach einer bestimmten Frist überprüft und im Zweifelsfall gestrichen. “‘Abgelaufene’ Gesetze sind genau so ungenießbar wie verdorbene Lebensmittel”, bringt es Bodenseer auf den Punkt.

Hoffnung macht Bodenseer die Ankündigung des Finanzministers, 2017 endlich die kalte Progression abzuschaffen. “Höchste Zeit, dass der Staat auf diesen plumpen Taschenspielertrick verzichtet und den Leuten mehr Netto vom Brutto in der Geldtasche lässt!” fordert der WK-Präsident.

Arbeit muss sich mehr lohnen

Anpassungen bei den Arbeitszeiten an die Realität sind für Bodenseer ebenfalls überfällig. Die Kunden verlangen eine schnelle Reaktion seitens der Betriebe. Wir brauchen flexiblere Arbeitszeiten, von denen auch die Mitarbeiter in Form von attraktiven Freizeitblöcken profitieren. “Die aktuellen Arbeitszeit-Gesetze stammen von Schreibtischtätern in den Ministerien und sind längst nicht mehr praxistauglich”, erklärt Bodenseer.

Bodenseer sieht zudem bei der Mindestsicherung und den Zumutbarkeitsbestimmungen dringenden Handlungsbedarf: “Arbeit muss sich deutlich mehr lohnen als der Bezug von Sozialleistungen”, fordert der WK-Präsident Veränderungen nach deutschem Vorbild, “alles andere ist unfair!”

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