Neujahrsempfänge 2017: Leistung mehr zulassen!

Vom Plan A bis zum Pakt für Österreich – die Politik hat neue Konzepte vorgelegt. “Jetzt muss daraus Plan U werden – U wie umsetzen”, fordert WK-Präsident Jürgen Bodenseer rasches Handeln. Sowohl Präsident Bodenseer als auch die Obleute der Bezirksstellen kündigten bei den traditionellen Neujahrsempfängen ihre Forderungen für 2017 an.

Im Jahr 2016 haben die Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer einmal mehr durch Leistung überzeugt. Tirol stellt seine Wirtschaftskraft mit überdurchschnittlichem Wachstum und dem stabilsten Arbeitsmarkt in ganz Österreich unter Beweis. Der gesunde Branchen- und Unternehmensmix sowie der intensive Tourismus sorgen dafür, dass der Standort Tirol krisensicher ist.

“Unsere wirtschaftliche Pole Position ist hart erkämpft – und will verteidigt werden”, erklärt der WK-Präsident. Das prognostizierte Wachstum für die kommenden Jahre liegt jeweils unter zwei Prozent – das reicht nicht, um eine echte Entlastung bei der Arbeitslosigkeit zu erreichen. Für Bodenseer liegt eine der Hauptursachen dafür in der Überregulierung des Arbeitsmarktes.

“Starre Zumutbarkeitsbestimmungen und unflexible Arbeitszeiten begünstigen die Soziale Hängematte. Doch Arbeit muss sich deutlich mehr lohnen als der Bezug von Sozialleistungen”, fordert Bodenseer. Der WK-Präsident begrüßt die neue Tiroler Lösung bei der Mindestsicherung. Die Kürzung von Tarifen sowie die Verschärfung von Kriterien baut Sozialtourismus vor und erhöht den Druck, angebotene Arbeit auch anzunehmen.

Leistung mehr zulassen!

Nach Monaten den Stillstandes liegen nun gleich drei politische Konzepte am Tisch: Der Plan A des Bundeskanzlers, die Vorschläge von Vizekanzler Mitterlehner und der Pakt für Österreich des Finanzministers. “Ein Wettrüsten bei Reden alleine ist zu wenig. Jetzt muss möglichst schnell der kleinste gemeinsame Nenner gesucht und umgesetzt werden”, fordert der WK-Präsident. Aus all diesen Vorhaben müsse Plan U werden – U wie umsetzen. Ein Grundsatz hat für Bodenseer Vorrang: “Ideen, mit denen wieder nur neue Steuern produziert werden, sind nicht intelligent genug. Die Abgabenquote in Österreich muss runter, nicht rauf”, erklärt Bodenseer.

“Wir alle warten auf Mut zur Lücke. Es braucht weniger Strafen und Kontrollen, weniger Steuern und weniger Bürokratie. Um die Gesetzesflut einzudämmen, müssen neue Gesetze wie Lebensmittel mit einem Ablaufdatum versehen werden. Dringend nötig sind auch Investitionsanreize und mehr Netto vom Brutto (Kalte Progression!)”, so der WK-Präsident.

 

Neujahrsempfang Innsbruck Stadt

„In Innsbruck sollen heuer weiterhin die einzelnen Stadtteile gefördert werden, damit sich im Gesamtbild ein idealer Raum für die Wirtschaft entwickelt. In Anpruggen zum Beispiel wurde durch einen Bürgerbeteiligungsprozess ein wichtiger Schritt hin zu einer Symbiose zwischen Unternehmerinteressen und Lebensqualität getan. In der Rossau, in Pradl und im Saggen werden ebenso Impulse gesetzt. Neben den einzelnen Stadtteilen tragen auch die zahlreichen Pendler zur Wirtschaftsleis­tung bei. Durch eine Pendlerparkkarte soll der Parkraum effizienter genutzt werden.“
Bezirksobmann Karl Ischia


Neujahrsempfang Innsbruck Land

„Unsere heurigen Herausforderungen sind nicht nur lokal begrenzt. Die Digitalisierung verdrängt Berufsfelder, die durch die Technik nicht mehr gebraucht werden. Wir müssen uns in unserem Bezirk im Herzen Europas gut positionieren und Jobs schaffen, die einer digitalisierten und vor allem globalisierten Welt gerecht werden. Große und kleine Betriebe müssen zukunftsfit gemacht werden. Durch unsere zentrale Lage in Europa muss in den Betrieben ein Einklang zwischen Regionalität und internationalen Ansprüchen entstehen, der der voranschreitenden Globalisierung gerecht wird.“
Bezirksobmann Christoph Walser


Neujahrsempfang Landeck

„Der Tourismus ist und bleibt einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Bezirks. Eine gut betriebene Bergbahn bringt eine florierende Wirtschaft mit sich. Zehn Seilbahnen in Landeck garantieren mehr als 1500 Arbeitsplätze. Die Wirtschaftskammer will sich auch in unserem Bezirk mit Hilfe von zielgerichteten bildungstechnischen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel stellen, denn die Kinder und Jugendlichen sind die Fachkräfte von morgen. Wir wünschen uns für das neue Jahr, dass unser vielfältiges Beratungsangebot in der Bezirksstelle weiterhin so zahlreich in Anspruch genommen wird. “
Bezirksobmann Anton Prantauer


Neujahrsempfang Schwaz

„Wir wollen uns mehr um unsere Unternehmen kümmern und uns weniger mit Vorschriften, Kontrollen und Auflagen herumschlagen. An die Politik gerichtet: Praxisnahe und -taugliche Gesetze, am besten mit Ablaufdatum, damit sie immer wieder evaluiert werden. Es braucht eine Trendwende, die den Unternehmern wieder Zuversicht und Wertschätzung vermittelt. Wir warten auf einen kräftigen Rückschnitt der absurden Prüf-, Droh- und Strafkultur und einen Bürokratieabbau im betrieblichen Alltag. Die Bezirksstelle hat für Unternehmer immer ein offenes Ohr. So hoffen wir, an über 2.000 Beratungen im letzten Jahr anschließen zu können.“
Bezirksobfrau Martina Entner


Neujahrsempfang Reutte

„Reutte hat tirolweit die geringste Arbeitslosenquote. Dennoch werden fortwährend Fachkräfte gebraucht. Geburtenschwache Jahrgänge und mangelndes Interesse an Lehrberufen machen es den Betrieben nicht leicht. Wir versuchen deshalb, die Lehre zu stärken und den jungen Menschen zum Beispiel durch die Talent-Card des WIFI eine ideale Möglichkeit zu bieten, ihre Fähigkeiten kennenzulernen. Durch eine positive Unternehmensentwicklung und fundierte Ausbildungen in unserem Bezirk wollen wir längerfristig zum digitalen Zentrum Tirols werden.“
Bezirksobmann Christian Strigl


Neujahrsempfang Kitzbühel

„Ein wichtiges Ziel für 2017 ist, dem derzeitigen Fachkräftemangel in den meisten Sparten im Bezirk gezielt entgegenzuwirken. Dazu wird es auch notwendig sein, die Berufsorientierung in unseren Schulen zu forcieren und der Lehre den entsprechenden Stellenwert zu geben. Zunehmend finden viele unserer Betriebe sehr schwer geeignete Nachfolger. Wir möchten deshalb umfangreiche Servicepakete und kompetente Beratung in unserer Bezirksstelle anbieten, um Betriebsübergaben positiv zu meistern. In Sachen Verkehrsentlastungen werden wir weiter Druck aufs Land machen, um eine Entlastung für unsere Wirtschaft zu erreichen.“
Bezirksobmann Klaus Lackner


Neujahrsempfang Kufstein

„Wir setzen uns mit Projekten wie dem Berufsshuttle oder www.berufsreise.at für die künftigen Fachkräfte in unserem Bezirk ein. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die soziale Hängematte nicht zu bequem ist. Arbeit muss sich deutlich mehr lohnen als der Bezug von Sozialleistungen, denn das Ausnützen des Systems schwächt den Arbeitsmarkt. Uneinigkeit bei der Mindestsicherung, starre Zumutbarkeitsbestimmungen und unflexible Arbeitszeiten begünstigen diese Situation zusätzlich. Viele Unternehmer bekommen auf der Suche nach Arbeitskräften unwillige Arbeitssuchende vermittelt.Hier müssen wir die Schraube enger drehen.“
Bezirksobmann Martin Hirner


Neujahrsempfang Lienz

„Das breite Feld der Mechatronik hat sich zu einer wesentlichen Stärke entwickelt. Mit dem Start des BA-Studiums Mechatronik und dem Baubeginn des Campus Technik Lienz wurde ein wichtiger Schritt in der Erweiterung des Bildungsangebotes im Bezirk gesetzt. Mittelfristig wird die Innovationskraft unserer Unternehmen durch kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte gestärkt. Die tiefgreifendsten Veränderungen wird wohl die rasant weitergehende Digitalisierung bringen. Mit der schon weit fortgeschrittenen Breitbandinitiative der Gemeinden wird der ultraschnelle Datenaustausch bis in die hintersten Täler hinein möglich.“
Bezirksobmann Michael Aichner


Neujahrsempfang Imst

„Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen wir auch Modelle wie die Arbeitszeitflexibilisierung diskutieren. Ein anderes kontroverses Projekt, dessen Umsetzung in den kommenden Jahren drängt, ist der Zusammenschluss der Ötztal-Pitztal-Gletscherbahnen. 120 Millionen Euro an Investitionen würden das größte Gletscherskigebiet nach Imst bringen. Um das benachteiligte Pitztal wirtschaftlich aufzuwerten, sollte das Land Tirol diese privatwirtschaftliche Initiative fördern. Der Bezirk Imst will im kommenden Jahr weiterhin in vielfältige Projekte investieren.“
Bezirksobmann Josef Huber

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