Lehrlingszahlen stabil, Plus bei Ausbildungsbetrieben

Trotz sinkender Geburtenzahlen bleibt die Zahl der Lehranfänger fast gleich. Bei den Ausbildungsbetrieben konnte sogar ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnet werden.

Die Tiroler Unternehmen bilden aktuell 10.708 Jugendliche zu Fachkräften aus, das sind um 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr. „Damit ist der Rückgang bei der Gesamtzahl der Lehrlinge wesentlich geringer als in den letzten Jahren“, erklärt WK-Vizepräsident Martin Felder. Ein Lichtblick sind die 3.334 Lehrlinge im ersten Lehrjahr. Mit einem Minus von 0,3 Prozent war hier kaum ein Rückgang zu beobachten. „Trotz sinkender Geburtenzahlen bleibt die Zahl der Lehranfänger fast gleich. Bei den Ausbildungsbetrieben konnten wir sogar ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnen. Das sind sehr gute Anzeichen, dass sich die Lehrlingszahlen in den nächsten Jahren stabilisieren werden“, ergänzt Felder.

Größter Lehrlingsausbilder ist mit 5.281 Lehrlingen wieder das Gewerbe & Handwerk. Gefolgt von der Sparte Handel mit 1.678 Lehrlingen sowie der Industrie mit 1.224 Lehrlingen und dem Tourismus mit 1.188 Lehrlingen. 2016 wurden 5.748 Lehrabschlussprüfungen durchgeführt. „Dazu wurden von den Mitarbeitern der Lehrlingsstelle im Jahr 2016 insgesamt 1.124 Ausbildungsberatungen vor Ort in den Betrieben durchgeführt um eine bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Wir sind stetig darum bemüht die Rahmenbedingungen in der dualen Berufsausbildung kontinuierlich zu verbessern. So ist im Juni 2016 der neue Lehrberuf Forsttechnik dazu gekommen, die Berufsschule wird dazu in Rotholz besucht.“

Qualität in der Ausbildung

Jugendliche, die an einem Ausbildungsplatz interessiert sind, haben derzeit gute Chancen – aktuell sind knapp 1.500 Lehrstellen frei. „Besonders interessant ist eine Lehre auch für AHS-Maturanten. Die Kombination ihrer fundierten Allgemeinbildung mit einer praxisorientierten Fachausbildung eröffnet am Arbeitsmarkt hervorragende Chancen. Neben der Möglichkeit einer Lehrzeitverkürzung werden von vielen Lehrbetrieben auch interessante Zusatzausbildungen und Auslandspraktika angeboten“, so Felder. Seit Jahren legt die Wirtschaftskammer den Fokus auf die Qualität der Ausbildung. „So können umgekehrt bei Lehre & Matura die Lehrlinge neben der Fachkräfteausbildung eine vollwertige Matura ablegen. Bereits 990 Lehrlinge kombinieren ihre Lehre mit der Berufsmatura und sind damit noch besser für die Zukunft gerüstet,“ betont Martin Felder abschließend die vielen Möglichkeiten.

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