Entlastungen für die Wirtschaft: Das kommt 2017

2017 treten einige wichtige Neuerungen und Entlastungen für die Wirtschaft in Kraft: vom Aufschubbonus über die Höchstarbeitszeit bis zur Kurzarbeitshilfe.

Krankenstand bei Wiedereinstieg

Der schrittweise Wiedereinstieg nach längerer Krankheit wird nun möglich: Nach einem mindestens sechswöchigen Krankenstand kann ein Arbeitnehmer künftig mittels Wiedereingliederungsteilzeit in seinen Job zurückkehren. Die wöchentliche Normalarbeitszeit darf für die Dauer von maximal sechs Monaten um höchstens 50 Prozent und mindestens 25 Prozent reduziert werden.

Der Dienstnehmer erhält für den Wiedereingliederungszeitraum neben dem aliquoten Entgelt und Lohnnebenkosten vom Dienstgeber ein aliquotes Wiedereingliederungsentgelt.

Aufschubbonus: Anreiz für längeres Arbeiten

Längeres Arbeiten wird künftig attraktiver. Konkret entfällt die Hälfte des Pensionsbeitrags (Dienstgeber- und Dienstnehmerbeitrag) bzw. die Hälfte des Eigenbeitrags bei Selbstständigen, wenn jemand bis zu drei Jahre über das reguläre Antrittsalter hinaus arbeitet (also bei Frauen bis 63 und bei Männern bis 68).
Dazu kommt der „Aufschubbonus“ von 4,2 Prozent mehr Pension pro Jahr. Damit kommt die Regierung der Forderung der Wirtschaftskammer nach mehr Anreizen für längeres Arbeiten nach.

Erbrecht wird reformiert

2017 tritt die Reform des Erbrechtes in Kraft. Für die Wirtschaft sind vor allem Verbesserungen bei der Übertragung von Familienbetrieben relevant.
Der Erbe kann die Pflichtteile jetzt auch in Raten oder später (bis zu fünf, in besonderen Fällen sogar bis zehn Jahre) auszahlen.
Damit soll verhindert werden, dass der Familienbetrieb zerschlagen werden muss oder der Erbe seine Wohnung verliert, weil er die Pflichtteilsberechtigten nicht sofort auszahlen kann.

Handwerkerbonus verlängert

Den Handwerkerbonus wird es auch 2017 geben. Gefördert werden Arbeitsleistungen von Handwerkern und befugten Unternehmen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in privaten Haushalten. Die Vergabe der Förderungen erfolgt in der Reihenfolge der eingelangten Förderansuchen. Bis zu 20 Prozent der Kosten für Arbeitsleistungen in Höhe von maximal 3.000 Euro werden gefördert.

Auch die Schwellenwerteverordnung wurde verlängert. Öffentliche Auftraggeber können bis 31. Dezember 2018 Aufträge in Höhe von bis zu 100.000 Euro direkt an Bau-, Liefer- und Dienstleistungsunternehmen vergeben.

Weitere Neuerungen 2017
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