Hotelklassifizierung: Wert der Sterne steigt

Die HSU-Sterne sind eine wichtige Säule für den Qualitätstourismus und ein Erfolgsmodell für Europa. „Tirol ist immer noch Vorreiter“, weiß Hotellerie-Obmann Mario Gerber.

„Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter der Sterne“, gesteht Mario Gerber. Der Esprit, mit dem der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WK Tirol seine Begeisterung für die „zackige“ Hotelklassifizierung festhält, zeigt sich an zahlreichen „Fronten“ seines Lebens. Im Kühtai etwa, wo er als Besitzer der Gerber Hotels ganz faktisch nach den Sternen greift und mit dem Hotel „Mooshaus“, dem einzigen 4-Sterne-Superior-Betrieb im Ort, ein Alleinstellungsmerkmal genießt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Sterne in den nächsten Jahren an Wertigkeit gewinnen werden. Qualität rückt immer mehr ins Zentrum und Qualität wird über die Sterne kommuniziert“, so Gerber.

Eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art

Es ist eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art, die hinter diesen Sternen steckt. An ihrem Beginn stand die Angst vor einem europäischen Qualitätssicherungssystem, das – ähnlich der Gurkenkrümmung – mehr von bürokratischen denn von praxistauglichen Kriterien bestimmt wird. „Mir war wichtig, dass das System von der Branche selbst eingeführt wird“, hält Klaus Ennemoser fest. Der langjährige Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WKÖ war federführend daran beteiligt, dass die EU die Zukunft der Hotel-Klassifizierungen nicht in die Hände internationaler Standardisierungsorganisationen legte, sondern einer Vereinigung nationaler Hotelverbände anvertraute.

Mario Gerber

„Nur der Qualitätstourismus kann überleben”, ist Mario Gerber überzeugt. Und die Sterne weisen den Weg.

 

Vor dem Hintergrund wurde 2009 die Hotelstars Union (HSU) gegründet, mit 270 Kriterien der harmonisierte Rahmen für die Klassifizierung gesteckt und ab 2010 sukzessive umgesetzt. In relativ kurzer Zeit wurde die Sterne-Klassifizierung – 17 Länder sind zwischenzeitlich „dabei“ – zu einem touristischen Qualitätskompass, der anders als die subjektiv motivierten Bewertungsportale eine objektive und transparente Orientierungshilfe für die Gäste bietet.

Sterne-Klassifizierung bald in Fernmärkten?

Für die Hoteliers wiederum bedeuten die Sterne nicht nur eine qualitative Herausforderung. „Der Stern ist eine Marke und als solche geschützt“, hält Gerber fest. Nicht nur privat baut er darauf, auch in seiner Funktion als Vorsitzender der Klassifizierungskommission in Tirol und Vertreter Österreichs in der EU setzt er sich für den Siegeszug der Sterne ein. „Je mehr Länder wir haben, desto mehr Kraft haben wir auch“, weiß Gerber. Dass der Staat Israel die HSU-Kriterien als Grundlage für die Klassifizierung der israelischen Hotels verwendet, ist ein Ausdruck für die Strahlkraft und Gerber sagt: „Die HSU ist ein europäisches Projekt. Damit international zu werden und in die Fernmärkte zu gehen, steht als Idee im Raum. Ich hoffe, das wird kommen.“

Von den rund 5.000 Tiroler Betrieben ist bereits die Hälfte klassifiziert, nach wie vor gilt Tirol als Vorreiter und Gerber setzt sich dafür ein, dass „das Produkt Hotelsterne“ ständig weiterentwickelt wird: „Nur der Qualitätstourismus kann überleben.“ Und die Sterne weisen den Weg.

 

» Weitere Informationen:
Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Tirol

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!