Brrr

Kommentar

Die Kalte Progression sollte längst Schnee von gestern sein. Doch leider lässt sie die heimischen Steuerzahler immer noch frösteln.

Ist euch auch so kalt? Mich schüttelt’s nur so. Ich habe die Heizung auf die Stellung “5” gedreht. In der Schule ist mir bei dieser Zahl immer heiß geworden – ganz anders als jetzt. Dann ist mir eingefallen, was mich so frösteln lässt: die Kalte Progression. Die entsteht dadurch, dass die Löhne zwar alljährlich verlässlich steigen, aber die Steuerstufen seit Ewigkeiten gleich geblieben sind. Dadurch rutschen immer mehr Steuerzahler in höhere Steuerklassen.

Eine Tiroler Studie der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung hat mir die Erklärung für meinen Schüttelfrost geliefert: Steigt beispielsweise das Einkommen eines Metallarbeiters von 2.500 Euro brutto um die ausverhandelten 1,68%, dann bleiben ihm netto nur 1,3% bis 1,4%. Der Staat hingegen nimmt um 3,9% mehr ein. Eiskalt. Bei geringeren Löhnen ist es noch viel schlimmer. Und dann kommt noch die Inflation – und aus Plus wird Minus.

Das heißt: Egal, wie viel die Betriebe drauflegen, es klingelt nur in der Staatskasse. In dieser Situation sind die ganzen hitzigen Diskussionen um das Lohnplus in den Kollektivverträgen und die Streiterei um mehr Mindestlohn völlig sinnlos – denn der Gewinner ist immer nur der gefräßige Staat. Die Politik hat zwar schon längst angekündigt, die Kalte Progression abzuschaffen, aber dieses lästige Versprechen in der Zwischenzeit wieder “vergessen”. Ich hab’s nicht vergessen – und die Wähler auch nicht, meint

Der Rabe


Schreiben Sie dem Raben: der@rabe.co.at

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