Escape-Room: Mit Mut und Hirn für eine Stunde Held sein

Mit Freunden oder Familie in einem Raum eingesperrt – und es führt kein Weg hinaus. In Vomp hat Martin Schlechter seinen zweiten „Escape-Room“ voller Rätsel geschaffen. Wer die kniffligen Aufgaben löst und im Team arbeitet, findet den Ausgang.

Escape-Room: Dieser Begriff beschreibt eine Indoor-Schnitzeljagd. Mehrere Personen werden unter Zeitdruck – meist 60 Minuten – in einem Raum eingesperrt und müssen Rätsel lösen, um einen Schlüssel für den Ausgang zu finden. Erfunden wurde dieses Spielerlebnis in Japan und hat sich in den vergangenen Jahren in Europa ausgebreitet.

Das Mafia-Prinzip

Der Kössener Martin Schlechter (im Bild oben) hat neben seinem Escape Room „Goldenes Dachl” in Innsbruck nun auch einen Raum in Vomp eröffnet. Das Motto: „Mafia – auf der Jagd nach dem Silberschatz”. Hier schickt er mit seinem Unternehmen „Perplexxx” die Gäste auf eine Zeitreise ins Jahr 1927, Österreich nach dem Ersten Weltkrieg. Der Schatz der Silberkammer wurde gestohlen – und wer kann ihn zurückbringen?

Safe-Knacker

Der 33-jährige hat selbst noch nie einen Raum gespielt, um keine Ideen zu klauen: „Ich war von Anfang an sicher, dass ein Escape Room auch in Tirol funktionieren muss. Ein Freund hat mir von einem Spieleraum in der Schweiz erzählt und hat mich sofort mit dem Rätsel-Fieber infiziert. Die Faszination hat mich bis heute nicht mehr losgelassen.” Spielleiter Schlechter hat unzählige Requisiten zusammengetragen und in dem riesigen Raum in Vomp, der ein italienisches Restaurant darstellt, zu Rätseln geformt. Es ist ein Raum voller Ideen. Safes müssen geknackt werden, die Zahlen für Schlösser entdeckt und geheime Türen gefunden werden. Die Vorstellung, dass das Rätseln auch vielen anderen Menschen Spaß machen muss, hat den Kössener von der Selbstständigkeit überzeugt: „Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört. Erfahrungswerte gab es ja nicht, so ein Raum hat vorher in Innsbruck nicht existiert. Die Überzeugung hat mich schlicht und einfach überrumpelt.” Und sein Bauchgefühl hat Schlechter Recht gegeben. Der Escape-Room ist an allen Spieltagen gut gebucht. Einmal angefangen, macht sich ein gewisser Suchtfaktor breit. „98 Prozent meiner Besucher fragen gleich, wann ich einen neuen Raum aufmache. Es ist eine tolle Unterhaltung für Jung und Alt, bei dem jeder ein Erfolgserlebnis verspürt.” Die Nachfrage bestimmt den Markt und so plant Martin Schlechter nächstes Jahr noch zwei weitere Räume in Tirol zu bauen. Später will er Räume für andere Unternehmer konzipieren: „Das war von Anfang an meine Vision – tüfteln, planen und umsetzen. Mit immer neuen Ideen.”

Die Wirtschaftskammer Tirol war für den Neugründer eine sehr wichtige Stütze: „Das Gründerservice war für mich die wichtigste Anlaufstelle. Ich hatte ja keine Ahnung. Die WKT ist mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden und hat mir in allen Belangen sehr geholfen”. Der Escape-Room kann privat oder auch als Team-Event gebucht werden. Nähere Infos unter: http://perplexxx.at/mafia

 

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