„Was nützen die besten Fotos, wenn sie keiner drucken kann“

Helle moderne Räume, Musterkarten am Schreibtisch, zwei riesige Drucker, eine Flockmaschine sowie der leichte Duft von Druckerschwärze. Die Geschäftsführer Markus Jordan und Lisa Sailer haben sich in Innsbruck mit „drucken.tirol“ einen Traum erfüllt: Selbständig zu arbeiten – in einer Branche, in der das Paar schon von der Pike auf Erfahrung gesammelt hat.

Lisa betreibt die Grafikagentur „meinegrafikerin“ mit zwei Angestellten. Hier berät sie die Kunden vom Anfang bis zum Ende eines Projektes: „Dadurch spannt sich der Bogen von der grafischen Planung, Umsetzung bis zum Druck“, so die Geschäftsführerin begeistert. „Alles komplett aus einer Hand.“ Der Firmenname „drucken.tirol“ ist gut überlegt und kommt nicht von irgendwo. „Im Internet ist immer die Rede von „druck.at“ und wir haben uns überlegt ein Tiroler Pendant dazu zu gründen“, so Markus Jordan. „Aber wir wollen nicht mit Internetbestellung allein punkten, sondern schon mit Know-how und Kundenbetreuung.“

Klotzen statt Kleckern

Von Autobeschriftung (hier befindet sich eine rund 100m2 große Garage im Erdgeschoss), über Aufkleber und Transparente bis hin zu sehr viel Textildruck wird bei „drucken.tirol“ alles geboten außer Papierdruck. Hier nur die Großformate über A2 oder A1. Ganz nach der Devise: Klotzen statt Kleckern. So wird auch das gesamte Merchandising des Raiders-Shops, des Footballclubs von Innsbruck, von „drucken.tirol“ gefertigt und abgewickelt. „Hier beflocken wir alle T-Shirts und sämtliche Fanartikel selber. Und sammeln nebenbei noch Erfahrungen im Bereich Online-Handel“, erzählt Jordan.

Um mit den Internetriesen mithalten zu können, ist die Sichtbarkeit im Internet entscheidend. „Unser Geschäft rennt Gott sei Dank so gut, dass wir unsere Internetplattform, so wie sie ursprünglich gedacht war, noch gar nicht umsetzen konnten“, erzählt Produktionsleiter Norbert Weber lachend. „Mit „druck.at“ können wir auch preislich locker mithalten – denn so viel billiger sind die nicht. Nur in manchen Segmenten. Und das ist eh nicht unser Ziel, weil wir nicht auf Masse sondern auf Qualität gehen. Kunden die zu uns kommen, wissen warum sie zu uns kommen.“

JA zu Tirol

„85 Prozent meiner Materialien und alles was ich für den laufenden Betrieb benötige beziehe ich von einem Tiroler Unternehmen. Die Regionalität hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert und wir helfen uns gegenseitig“, erklärt Geschäftsführer Markus Jordan. „Bei unseren Kunden steht der Preis nicht so sehr im Vordergrund, sondern das Know-how.“ So hat es „drucken.tirol“ geschafft ein Nischensegment zu bedienen und hier den Erfolgskurs zu fahren. „Wir haben einen Drucker, der selbst die Farbe Silber drucken kann. Das geht sonst nicht. Das ist einzigartig. Das macht uns einzigartig“, so Norbert Weber erfreut. „Was nützt mir das schönste Foto, wenn es kein Drucker in dieser Qualität drucken kann. Unser Drucker kann das. Und damit können wir überzeugen.“

Digitalisierung an der Tagesordnung

Auch die Digitalisierung wird im Unternehmen großgeschrieben, so finden sich kaum Aktenordner oder Papierablagen in der großräumigen Druckerei. „Fotos, Aufträge und Voransichten laufen fast nur noch online oder über WhatsApp ab. Bei uns ist es wie in einer Cloud, wo alles miteinander und übergreifend funktioniert“, so Weber begeistert. „Theoretisch bräuchte ich keine Zettel mehr. Ich kann auf alle Daten am Handy zugreifen, Aufträge laufen über E-Mail.“ Hier heißt es am Puls der Zeit zu bleiben. Mit der digitalen Transformation können Arbeitsabläufe zeitsparender und kundenfreundlicher abgewickelt werden, erklärt der Produktionsleiter: „Die Software – um alle Dokumente digital abspeichern und am Handy zugreifen zu können – haben wir selbst programmiert. Sogar die Zeitstechuhr habe ich am Smartphone. Das gesamte Projektmanagement läuft bei uns digital.“

Die Zukunft malt sich das Chef-Paar Jordan/Sailer sehr bodenständig und doch zielstrebig aus: „Wir wollen auch künftig die Firmengröße von „drucken.tirol“ zugunsten der Qualität so lassen. Wir werden nur in neue, hochwertige Maschinen und Drucker investieren.“

» Weitere Informationen unter www.drucken.tirol

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