Bestpreisklausel: Hotels sind wieder Herr über ihre eigenen Preise

Der vorgestellte Gesetzesentwurf bringt Hotellerie und Buchungsplattformen wieder auf Augenhöhe und ist für Hotelleriesprecher Mario Gerber ein Meilenstein. Der größte Profiteur ist aber ein anderer: der Gast! “Die Angebotsvielfalt wird größer und der Gast kann wieder direkt beim Hotel günstigere Angebote buchen”, erklärt Gerber vorab.

Mit der Gesetzesänderung des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) und des Preisauszeichnungsgesetzes ist es demnach Online-Plattformen künftig untersagt, von Hotelbetrieben vertraglich Paritäten hinsichtlich Preis, Verfügbarkeit und Kondition (Bestpreisklausel) zu fordern.

“Damit ist es endlich wieder möglich, dass Unternehmer frei entscheiden können, zu welchem Preis sie ihr Angebot am Markt und vor allem auf ihrer eigenen hoteleigenen Webseite präsentieren” , so Gerber weiter.

Mario Gerber, Sprecher der Tiroler Hotellerie.

Gerber: “Ab 1. Jänner 2017 ist es endlich wieder möglich, dass Unternehmer frei entscheiden können, zu welchem Preis sie ihr Angebot am Markt und vor allem auf ihrer eigenen hoteleigenen Webseite präsentieren”

Dabei geht es Gerber nicht um ein Anprangern der Buchungsplattformen. “Das sind wichtige Partner von uns, aber wir wollen mit unseren Partnern auf Augenhöhe zusammenarbeiten.” Die Raten-, Vertriebs- und Produkthoheit muss beim Hotel verbleiben. “Dieses allgemeine Marktprinzip sollte eine Selbstverständlichkeit sein”, hält der Kühtaier Hotellier weiter fest, “denn nur so behält das Hotel die Kontrolle über ihr ureigenes Produkt.”

Neue Qualität der Preisauszeichnung

Eine weitere Änderung betrifft die bis dato nicht mehr zeitgemäße Auszeichnung der Zimmerpreise, die nun nicht mehr direkt in den Hotelzimmern ausgehängt, sondern lediglich in Form von Standardzimmerpreiskategorien im Eingangsbereich einsehbar zur Verfügung gestellt werden müssen. Ebenso zu begrüßen ist die Löschung der erwiesenermaßen veralteten Regelung zur Verrechnung von “handvermittelten” Telefongesprächen. “Die Novelle”, so Gerber, “ermöglicht damit eine neue Qualität der zeitgemäßen Preisauszeichnung, nämlich sowohl im Online-Vertrieb von Hoteldienstleistungen, als auch in der Grundversorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen.”

Die Gesetzesänderungen sollen nach der Verabschiedung im National-und Bundesrat bis Anfang 2017 in Kraft treten.

Der Tipp: “Direkt buchen”

Gemeinsam mit dem europäischen Branchenverband HORTEC hat der heimische Fachverband Hotellerie die Kampagne “Direkt buchen” entwickelt. Das Ziel: Gäste und Gastgeber für die Vorteile einer direkten Buchung zu sensibilisieren.

Der europäische Branchenverband stellt für die Kampagne individuell einsetzbare Marketing-Tools zur Verfügung. So können sich alle Hoteliers und Gastronomen, die an der Kampagne teilnehmen wollen, das Kampagnenlogo kostenfrei über die Website www.hotrec.eu/bookdirect herunterladen und in ihre Gästekommunikation einbauen. Über einen Online-Shop können zusätzliche Merchandising-Artikel wie Aufkleber, Flyer, Aufsteller, etc. kostenpflichtig bestellt werden.

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