Wirtschaftsparlament: Betriebe siegen lassen

Im heutigen Wirtschaftsparlament kämpft die WK Tirol um mehr Spielraum für die Betriebe. Von flexibleren Arbeitszeiten bis zur Wertschöpfungsabgabe: Es geht um Zulassen statt Behindern.

Zwei Mal im Jahr tagt das Wirtschaftsparlament, das höchste Gremium der Wirtschaftskammer Tirol. Heute ist es wieder so weit. Die Delegierten befassen sich mit Themen, die direkt den Standort – und damit die Arbeitsplätze – betreffen. “Oft geht es um das Spannungsfeld zwischen Zulassen und Behindern. Die Politik hat es in der Hand, mit der richtigen Dosierung Impulse zu setzen und Leistung zu entfesseln”, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer.

Arbeitszeitflexibilisierung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Tiroler Betriebe zentral. “Der aktuelle Wettbewerbsdruck macht es für die heimischen Unternehmen notwendig, schnell und unbürokratisch auf Auftragsspitzen reagieren zu können. Die nötige Flexibilität der Betriebe ist nur mit einer Flexibilität bei den Arbeitszeiten erreichbar”, erklären Präsident Bodenseer und WK-Spartenobmann Franz Hörl. Die Arbeitszeit soll in Summe nicht mehr werden – nur eben punktgenau verteilt. Das stärkt vor die Betriebe und schafft für die Mitarbeiter attraktive und familiengerechte Freizeitblöcke.

Olympische Spiele wären Gewinn

Ebenfalls in die Kategorie “Zulassen” fällt ein Antrag zur Olympiabewerbung im heutigen Wirtschaftsparlament, den Winfried Vescoli für die Freiheitliche Wirtschaft zur Beschlussfassung vorlegt. Tirol ist und bleibt das Tourismus- und Sportland Nummer 1. Natürliche, nachhaltige olympische Spiele im Einklang mit Natur und Umwelt sind auf jeden Fall ein Gewinn: Tirol profitiert noch immer von den bisherigen Olympischen Spielen und hat erfolgreich darauf seinen Ruf als Tourismusland aufgebaut. In Zeiten wirtschaftlicher Schwäche wäre es geradezu fahrlässig, einen derartig massiven Impuls für Wertschöpfung und Arbeitsplätze unversucht zu lassen.

Wertschöpfungsabgabe auf Kosten der Unternehmen

Weiters kommt im Wirtschaftsparlament die von Bundeskanzler Kern verfolgte Wertschöpfungsabgabe zur Sprache, die seitens der Wirtschaft eindeutig in die Kategorie “Behindern” eingestuft wird. Denn diese neue Abgabe ist nichts weiter als eine Steuer auf Unternehmenskosten. Die WK Tirol hat den bisherigen Vorschlag analysiert und kommt klar zum Schluss: Es entstehen Belastungen selbst für kleine Unternehmen, hohe Bürokratie in der Einhebung und erhebliche Nachteile für den ohnehin unter Druck stehenden Handel. Daher empfiehlt die WK Tirol: Hände weg von solchen Steuerdummheiten.

Das Wirtschaftsparlament der WK Tirol bündelt die unternehmerischen Interessen des Landes und das Fachwissen aus allen Branchen. “Die Politik tut gut daran, die Empfehlungen dieses Gremiums zu berücksichtigen – denn im Schaffen von Arbeitsplätzen sind nur die heimischen Unternehmer Profis”, erklärt Bodenseer und ergänzt: “Die Politik muss die Rahmenbedingungen mit Mut zur Lücke so gestalten, dass Unternehmer auch etwas unternehmen können und dürfen!”

 » Mehr erfahren Sie im Video:

 

Mieten: Planwirtschaft ist der falsche Weg
Der Billigste ist oft nicht der Beste

» Siehe auch: Wirtschaftsparlament vom 8. Juni 2016 – Was wurde von der WK Tirol bereits erledigt?

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