Verbot von Ölheizungen wäre kontraproduktiv

Das von Bundesminister Rupprechter ins Spiel gebrachte „Aus“ für Ölheizungen ist aus Sicht des heimischen Energiehandels nicht nur ein falsches Signal, sondern verhindert auch eine rasche und nachhaltige Senkung des CO2-Ausstoßes in Österreich.

„Bundesminister Rupprechter tappt mit seinem Vorstoß in die ideologische Falle vieler Umweltorganisationen und vermeintlich ökologisch Denkender. Ein Verbot führt nur dazu, dass sich der Status Quo nicht verändert und viele der ca. 200.000 alten Heizkessel noch Jahre und Jahrzehnte weiter betrieben werden”,  stellt Jürgen Roth, Vizepräsident der Österreichischen Wirtschaftskammer und Fachverbands-Obmann des Energiehandels klar. Für ihn sind dafür drei Gründe verantwortlich: Erstens sind viele Gebäude nicht auf eine Umrüstung auf einen anderen Energieträger ausgelegt. Umfassende zusätzliche Investitionen – von der Dämmung bis zu einer kompletten Erneuerung der Heizanlage – sind notwendig. Zweitens sind die Kosten bei einem Umstieg auf einen anderen Energieträger bedeutend höher und in vielen Fällen sozial unverträglich. Und drittens gibt es in ländlichen Gebieten aufgrund der topografischen Verhältnisse (Randlagen) gar keine Alternative zur Ölheizung.

“Ein Verbot schießt am Ziel vorbei, ein Umstieg sorgt dagegen sofort dafür, das Energieressourcen und CO2 eingespart werden.”
Monika Wessiack, Obfrau des Tiroler Energiehandels

“Während ein Verbot also am eigentlichen Ziel vorbei schießen würde, können mit einem Umstieg auf  hochmoderne und hocheffiziente Brennwerttechnik sofort ca. 40 Prozent an Energieressourcen und somit auch an CO2 eingespart werden”, ist die Obfrau des Tiroler Energiehandels, Monika Wessiack, überzeugt. Sie verweist darauf, dass der Umstieg jederzeit und kostengünstig möglich ist. Ein Austausch kostet ungefähr 9.000,00 Euro, mit Unterstützung durch die privat finanzierte Initiative „Heizen mit Öl“ ungefähr 6.000 Euro. Eine Amortisation des Kessels ist in wenigen Jahren gegeben. Weiters kann der CO2-Problematik langfristig mit CO2-neutralem Bioheizöl begegnet werden, die in modernen Heizanlagen verwendet werden können.

Freiwillige Ölkesselförderaktion senkt schon heute CO2 Ausstoß

Der Energiehandel bekennt sich zu den nationalen Zielen zur Steigerung der Energieeffizienz und kommt seit Jahren seiner Verpflichtung zum Umwelt- und Klimaschutz nach. Die 2009 von der Mineralölwirtschaft freiwillig ins Leben gerufene Ölkesselförderaktion hat bis Ende 2015 österreichweit zum Tausch von ca. 40.000 Ölkesseln geführt. Aufgrund modernster Brennwerttechnik konnten so über 1.500.000 Tonnen CO2 eingespart werden. „Wir werden auch weiterhin einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem alte Ölkessel gegen innovative Heizölsysteme auf breiter Basis getauscht werden. Wir werden offen auf das Ministerium zugehen und eine pragmatische, faktenbasierte und offene Diskussion suchen. Wir sind überzeugt, dass alle gestaltenden Kräfte an der besten Lösung im Sinne der Umwelt interessiert sind. Ein sinnvoller Mix aller Energieträger ist die Grundlage für eine effiziente KliEmapolitik in Österreich“, fordern Roth und Wessiack abschließend.

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