polychromelab Wendejacken: Handwerkskunst im Skigebiet

„Eine gute Idee entsteht immer aus einem Bedarf. Und der Bedarf nach qualitativ hochwertigen, exklusiven Jacken ist, wie unser Erfolg zeigt, gegeben“, erzählt Michele Stinco, Gründer und Eigentümer von polychromelab.

Die Edelmarke polychromelab steht für innovative und umweltschonend produzierte Design- und Outdoorbekleidung. Die Grundidee war es, einen höchst funktionellen Stoff zu entwickeln, der zugleich kühlt und wärmt. Stinco ist ausgebildeter diplomierter Textilingenieur und arbeitete als selbständiger Produktdesigner für namhafte Marken wie Adidas Terrex, Dynafit oder Mammut.

Bereits vor längerer Zeit begann er an einem Material zu arbeiten, das seinen eigenen Anforderungen als ehemaliger Leistungssportler entspricht. Mit Hilfe der österreichischen Wirtschaftsförderung und der Forschungsförderung des Landes entwickelte er nach vielen Fehlversuchen aus seinem Stoff einen Jacken-Prototyp.

„Mehr aus Jux und Tollerei habe ich den Prototyp bei einem Innovationswettbewerb auf der Friedrichshafener Outdoor-Messe eingereicht und bin ausgezeichnet worden. In den darauffolgenden Jahren erhielt mein Konzept viele weitere Design Awards“, freut sich Stinco. 2012 startete er in Hall bei Innsbruck mit einer konkreten Produktentwicklung und Forschung am Glungezer voll durch.

Synergieeffekt

Vor etwa einem Jahr ist polychromelab nach Serfaus gezogen. Es bestand der Wunsch an einem einzigen Ort leben, forschen und produzieren zu können. Mit der Unterstützung der Gemeinde und der Bergbahnen Serfaus-Fiss-Ladis wurde ein Forschungslabor am Schönjoch auf 2436 Meter als Kooperationsprojekt eingerichtet. Dort wird neben eigener Tests und Forschung zu 70 Prozent für externe Firmen getestet und auch mit der Universität Innsbruck geforscht. „Das alles, was wir hier in so kurzer Zeit aufgebaut haben, ist nur durch die Akzeptanz dieses hochmodernen, visionären Skigebiets möglich.“

Die Produktion der Kleidung findet in den eigenen Räumlichkeiten, einem ehemaligen Berggasthof im Serfauserfeld statt, welche zeitgleich auch als Verkaufsraum dienen. Die höchste Priorität des Labels ist eine regionale Produktion, um sich von herkömmlichen Sportmarken abzugrenzen. Über einen Innovationsassistenten soll in Zukunft der Spagat zwischen Industriedesign und der derzeitigen Schneiderei geschaffen werden.

Exklusiv geschneidert

„Es gibt einen Schauraum in der Mittelstation der Komperdell-Bahn, dort kann aber nichts gekauft werden. Wir wollen uns strikt von den üblichen Sportmarken unterscheiden. Die Kunden können zu uns in die Manufaktur kommen und die Kleidung wird extra für sie maßgeschneidert“, so Stinco. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Online-Shop zu nutzen unter www.polychromelab.com.

Forschungsstation am Schönjoch.

Unter extremen Bedingungen testet Michele Stinco die Wendejacken am Schönjoch. Foto: polychromelab

Diesen Post teilen
X

Ihre Anmeldung für aktuelle Tiroler Wirtschaftsnews – Fast geschafft!

Bitte überprüfen Sie Ihren E-Mail-Eingang. Sie erhalten in Kürze unter der angegebenen E-Mail-Adresse eine Nachricht mit einem Bestätigungslink.
Ein Klick auf den Bestätigungslink schließt die Anmeldung ab.

Sehen Sie gegebenenfalls unter „Werbung“ oder „Spamverdacht“ nach, sollten Sie die E-Mail nicht in Ihrem normalen Posteingang finden.

Jetzt Newsletter abonnieren und regelmäßig personalisierte Tiroler Wirtschaftsnews erhalten!
(Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben)

Bitte warten, Sie werden angemeldet!
Bitte füllen Sie alle Felder aus!