Wirtschaftspaket bringt Investitionsschub für KMU

175 Mio. Euro stellt die Regierung für Investitionen zur Verfügung: Das Wirtschaftspaket ist für WK-Präsident Jürgen Bodenseer ein wichtiger Erfolg, aber nur der erste Schritt.

„Endlich“ war die erste Reaktion von WK-Präsident Jürgen Bodenseer zum Wirtschaftspaket der Bundesregierung. Endlich, weil die Investitionen in Tirol seit Jahren rückläufig sind – für den Standort Tirol eine gefährliche Entwicklung. „Mit der Einführung der KMU-Investitionszuwachsprämie wird jetzt aber eine ganz zentrale Forderung der Wirtschaftskammer erfüllt“, freut sich der Kammerpräsident.

Insgesamt stellt der Bund 175 Mio. Euro zur Ankurbelung der Investitionen zur Verfügung. Allerdings vorerst hauptsächlich für Klein- und Mittelbetriebe bis 249 Mitarbeiter. „Ich erwarte mir, dass auch die Investitionstätigkeit der großen Unternehmen befeuert wird“, so Bodenseer. Immerhin sind sie für 40 Prozent der Bruttoinvestitionen verantwortlich. Die Prämie darf laut Bodenseer keinesfalls eine Eintagsfliege bleiben. „Nach Ablauf der Prämie braucht es weitere Maßnahmen. Ich denke etwa an einen Investitionsfreibetrag oder die Senkung der KÖSt.“

Netto-Investitionsquote stark gesunken

Die Investitionstätigkeit war in den letzten Jahren extrem verhalten. Die Netto-Investitionsquote ist seit dem Jahr 2000 gar um 60 Prozent (!) zurückgegangen (wirtschaft.tirol berichtete: Investitionsquote im freien Fall). Über den Tellerrand geschaut, war Österreich bei den öffentlichen Investitionszuschüssen mit 0,07 Prozent weit abgeschlagen. Deutschland liegt bei 0,4 Prozent, Skandinavien bei 0,6 Prozent usw.

Auch für WK-Volkswirt Stefan Garbislander war es deshalb höchst an der Zeit, dass die Investitionen auch in Österreich wieder angekurbelt werden. „Nach Ablauf der auf zwei Jahre befristeten Investitionszuwachsprämie braucht es aber weitere Maßnahmen“, ergänzt Garbislander. Ergänzend zur Senkung der Körperschaftssteuer und der Einführung eines Investitionsfreibetrages schlägt der WK-Volkswirt die Verkürzung der Abschreibungsfristen und speziell für kleine Unternehmen die Erhöhung der Grenze für die Sofortabschreibung gegenwärtiger Wirtschaftsgüter von 400 auf 1.500 Euro vor.

Was das Wirtschaftspaket bringt: Die Maßnahmen im Detail
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