Bergsommer-Bilanz macht Lust auf mehr

Seit 1994 waren im Sommer nicht mehr so viele Gäste nach Tirol gekommen. Über 5 Mio. Ankünfte sind Ausdruck der extrem hohen Tiroler Angebotsqualität. Die Erwarten für den Winter sind mit Blick auf den Ferienkalender gedämpft. Tourismusobmann Franz Hörl ist anderer Meinung: “Wir werden ein gutes Ergebnis haben!”

Das freut: 18,7 Millionen Nächtigungen und mehr als 5 Millionen Ankünfte bedeuten ein Plus von 4,6 bzw. 4,8 Prozent und damit den höchsten Stand seit 1994. Und die Sommersaison ist noch nicht einmal vorbei. Inklusive Oktober könnte am Ende sogar ein neuer Rekordsommer stehen. Zu verdanken ist das deutliche Plus den Gästen aus dem Nachbarland Deutschland. Das Plus von 600.000 Nächtigungen kompensiert das Minus aus China (-29.457) oder Großbritannien (-18.520) bei weitem. Ebenfalls deutlich im Plus sind die Niederlande oder Belgien.

Deutschland ist mit großem Abstand der wichtigste Herkunftsmarkt für den Tiroler Tourismus. Danach folgt Österreich vor den Niederlanden.

Deutschland ist mit großem Abstand der wichtigste Herkunftsmarkt für den Tiroler Tourismus. Danach folgt Österreich vor den Niederlanden. Quelle: Landesstatistik Tirol/Tirol Werbung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu echten Tirol-Fans entwickeln sich die Tirolerinnen und Tiroler selbst! “Der größte Anteil der Urlauber aus Österreich kommt aus Tirol”, zitiert Josef Margreiter aus der aktuellen Statistik. Das Plus von 115.400 Nächtigungen in diesem Sommer zeigt für den Marketingexperten deutlich, “dass die Tiroler das exzellente heimische Angebot immer stärker zu schätzen wissen.”

Platter: Hier wird exzellente Arbeit geleistet

Für den Landeshauptmann Grund genug, sich bei allen Touristikern und Seilbahnern zu  bedanken. “Hier wird exzellente Arbeit gleistet!” Und es soll in dieser Tonart weitergehen. Bei der traditionellen Präsentation der Tourismuszahlen, heuer beim Seilbahn- und Pistenraupenhersteller und neuem Tirolberg Premiumpartner Leitner Gmbh in Telfs, übten sich Landeshauptmann und Tourismuslandesrat Günther Platter und Tirolwerber Josef Margreiter für den kommenden Winter aber in vorsichtiger Zurückhaltung. “Keine Depression und keine Euphorie”, gab Landeshauptmann Platter als Devise aus. Und: “Wir müssen stark an unserer Destination weiterarbeiten.”

Die Sommerbilanz 2016 bringt ein starkes Plus von 4,6 Prozent. Und auch die Preise gehen wieder nach oben.

Wollen stark an der Entwicklung der Destination Tirol weiterarbeiten: Tourismus-Obmann Franz Hörl, Lukas Emberger (GF Leitner GmbH, Telfs), Landeshauptmann Günther Platter und Josef Margreiter, GF Tirolwerbung (v.l.n.r.)

Weiterarbeiten heisst, das Angebot des Tiroler Bergsommer weiter ausbauen. “Und unsere Position als Sportland Nummer 1 festigen”, sagt Landeshauptmann Platter. Fünf Weltmeisterschaften in den nächsten drei Jahren, von jener der Biathleten 2017 in Hochfilzen bis zur Rad-WM 2018, sollen die Marke Tirol als Sportland rund um den Globus bekannt machen.

Die gute Stimmung scheint endlich auch bei den Betrieben anzukommen. Laut dem von Tirol Werbung und Wirtschaftskammer Tirol in Auftrag gegebenen saisonalen Tourismusbarometer zeigen sich 79 Prozent der Unterkunftsbetriebe mit dem wirtschaftlichen Erfolg in der bisherigen Sommersaison sehr zufrieden bzw. zufrieden. “Eine gute Auslastung ist die Voraussetzung dafür, dass wir die Preise anheben können”, sagt Tourismusobmann Franz Hörl. Die Erhebung der Prodinger GFB Tourismusberatung in der Tiroler 4- und 5-Stern-Hotellerie belegt diese positive Entwicklung. Der durchschnittliche Umsatz pro Nacht ist im Zeitraum Mai bis August um 5,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.

Werden wieder ein gutes Ergebnis einfahren

Was wiederum neue Investitionen auslöst und die Wertschöpfungskette, von den Liften über den Tourismus bis hin zum heimischen Gewerbe und der Industrie, in Schwung hält. “Es war im Sommer in vielen Tälern nicht immer leicht, einen Bagger zu bekommen”, verweist Hörl auf die ungebrochene Investitionsfreude der Betriebe. Allein im Sommer wurden wieder 700 bis 800 Millionen Euro in die touristische Infrastruktur investiert – ebenfalls rekordverdächtig.

Am Ende steht der Beginn der nächsten Wintersaison. Josef Margreiter will schon heute einen nächsten Rekordwinter ausschließen: “Die Feiertage fallen auf ein Wochenende, wir haben mit einigen Ländern zur gleichen Zeit Ferien und sehr späte Ostern.” Dabei ist die Nachfrage bei den Betrieben durchaus gut. Die Hälfte der Touristiker gehen in einer aktuellen Befragung von zumindest gleich guten Geschäften wie im Vorjahr aus; 25 Prozent glauben sogar, dass der Winter 2016/17 den letzten Rekordwinter sogar noch toppen kann. Von neuen Rekorden will auch Franz Hörl nichts wissen. Anders als Margreiter sagt der Gerloser aber: “Ich freue mich schon auf den Winter. Wir werden wieder ein gutes Ergebnis einfahren!”

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