Tiroler sparen mehr trotz miesen Zinsen

Die langanhaltenden Niedrigzinsen können den Österreichern die Lust aufs Sparen auch nicht vermiesen. Laut einer IMAS-Studie im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen sagen 7 von 10 Österreicher, dass ihnen sparen weiter wichtig ist.

Damit ist die Bedeutung des Themas etwas niedriger als vor 10 Jahren. Im gleichen Zeitraum ist auch der nominale Sparbetrag angestiegen, von 132 Euro 2006 auf 216 Euro im Jahr 2016. Private Haushalte hatten per Ende Juli dieses Jahres laut OeNB Einlagen in Höhe von rund 230 Milliarden Euro gebunkert, das ist ein Plus von 3,2 Prozent zum Juli 2015.

Die traditionellen Sparformen sind nach wie vor die Beliebtesten: 80 Prozent der Tiroler sind im Besitz eines Sparbuchs, 62 Prozent haben einen Bausparer, Wertpapiere besitzen 27 Prozent. Deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt in Tirol die Immobilienvorsorge mit 26 Prozent. Aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus lassen aber auch 43 Prozent der Befragten ihr Geld einfach auf dem Girokonto liegen.

Niedrigzinsen versus Sicherheit

Für rund drei Viertel der Österreicher hat Sicherheit beim Sparen oberste Prioriät. Sie nehmen die niedrigen Zinsen in Kauf, auch wenn sie dabei Geld verlieren. Mit einem Sparbuch lässt sich jedoch kaum mehr ein Vermögen anhäufen. Nur ein Anlagemix aus Sparbuch, Wertpapieren und Versicherungen bringt langfristig gesehen die besten Chancen auf Erträge.
Was denken die Menschen aber über Aktien, Investmentfonds & Co.? 6 von 10 sehen darin die Möglichkeit, damit Gewinne zu machen. Rund 40 Prozent sehen eine steigende Bedeutung von Wertpapieren und halten sie auch für die Altersvorsorge geeignet. 80 Prozent sind sich des Risikos bewusst, dass man damit auch Verluste einfahren kann – jeder Zweite findet, dass Wertpapiere schwierig zu verstehen sind.

Über 40 Prozent der Österreicher würden eine Veranlagung in Wertpapieren in Erwägung ziehen, wenn sie das entsprechende Wissen dazu hätten.
Auch wenn es um das Wissen zu diesem Thema schlecht bestellt ist, sagen immerhin fast 8 von 10 Österreichern, dass der Berater in ihrer Bankfiliale ihr erster Ansprechpartner ist, wenn es um Finanzthemen wie Geldanlage geht. Erst weit abgeschlagen folgen Freunde und Bekannte mit 28 Prozent sowie das Internet mit 18 Prozent.

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