Funkelndes Jubiläum: 650 Jahre Gold- und Silberschmiede

Zum Jubiläum „650 Jahre Gold- und Silberschmiede in Österreich“ präsentiert die Innung der Kunsthandwerke Tirol exklusive Schmuckstücke der Tiroler Gold- und Silberschmiede in einer einzigartigen Ausstellung. Gestern Abend fand die feierliche Eröffnung statt.

„Wir feiern heuer 650 Jahre Gründung der Zunft, 1366 wurde das traditionelle Handwerk erstmalig urkundlich erwähnt. Doch eigentlich ist unser Handwerk viel älter. Schon vor 7000 Jahren gab es erste Funde von verarbeitetem Gold. Wir fertigten jedoch ausschließlich für den Adel und den Klerus. Erst mit der Industrialisierung konnte auch das Bürgertum Schmuck tragen“, berichtete Innungsmeister Peter Pfötscher, der auch Einblicke in den Arbeitsalltag gab: „Unser Handwerk hat viel mit der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse zu tun und erfordert ein gewisses Maß an Demut: Wir arbeiten mit dem Material, nicht dagegen. Wir vollenden nur das, was die Natur hervorgebracht hat und können nicht einfach tun, was wir wollen.“

Handwerk sichtbar machen

Die glitzernden Kunstwerke lockten auch viele Ehrengäste an, darunter WK-Präsident Jürgen Bodenseer, der den Gold- und Silberschmieden großen Respekt zollte: „Löten, Gießen, Nieten – es sind unzählige Handgriffe und viel Arbeit, damit etwas so Individuelles wie ein schöner Ring entstehen kann. Mein Dank geht an Innungsmeister Peter Pfötscher, der diese Ausstellung initiiert hat. Es ist wichtig, dass wir wieder Einblick ins Handwerk bekommen. Der Wert und Aufwand dieser Arbeit muss wieder sichtbar gemacht werden. Das hilft uns auch, die Wertschätzung der Lehre im Handwerk wieder zu heben.“

Digitalisierung hält Einzug

Zur aktuellen Diskussion um die Liberalisierung der Gewerbeordnung meinte Innungsmeister Peter Pfötscher: „Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Zünfte abgeschafft, das Gewerbe also frei. Wenige Zeit später lag die Ausbildung am Boden, 30 Jahre später wurde wieder ein qualifizierter Zugang eingeführt. Klingelts? Heute haben wir genau die gleiche Diskussion.“ Trotzdem blickt Pfötscher zuversichtlich in die Zukunft: „Die Digitalisierung hilft uns heute, uns wieder mehr auf den Kunden zu fokussieren und für ihn etwas Einzigartiges umzusetzen. Jeder von uns prägt mit seiner Handschrift unser Handwerk und entwickelt die Tradition der Gold- und Silberschmiede weiter. Wir sind aufgerufen das Feuer immer neu zu entzünden, denn in jedem von uns steckt noch jede Menge Glut.“

 

» Die Ausstellung “650 Jahre Gold- und Silberschmiede” im Foyer der Wirtschaftskammer läuft noch bis 18. Oktober. Der Eintritt ist kostenlos!

» Gewinnen Sie außerdem ein Schmuckstück im Wert von 650 Euro! Die entsprechenden Gewinnspielkarten liegen in allen Tiroler Goldschmiedebetrieben und im Foyer der WK kostenlos auf. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird bei der Abschlussveranstaltung am 18. Oktober ermittelt.

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