Lehrberufe kennenlernen mit dem “Berufs-Shuttle”

Beim Berufs-Shuttle im Bezirk Kufstein können Jugendliche Berufe unter realen Arbeitsbedingungen direkt im Unternehmen kennenlernen und hineinschnuppern.

Am Berufs-Shuttle Kufstein haben im Vorjahr 250 Jugendliche teilgenommen. Es ist dies eine geförderte schulbezogene Veranstaltung im Rahmen der Berufsorientierung und richtet sich an alle Schüler der 8. Schulstufe (4. Klasse Hauptschule bzw. Neue Mittelschule) im Bezirk Kufstein, damit sie die Vielzahl der Lehrberufe kennenlernen. Den Schülern werden nicht nur Informationen zu Betrieben und Ausbildungsmöglichkeiten geboten, sondern sie können auch berufstypische Tätigkeiten ausprobieren.

Gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft

„Solche Projekte sind extrem wertvoll, weil der Kampf um die Jugend längst begonnen hat. Die Schulen und Lehrbetriebe rittern um die jungen Leute“, erklärte Barbara Loferer-Lainer vom Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen, die das Berufs-Shuttle ebenso unterstützt wie die Wirtschaftskammer, die Sozialpartner und der Landesschulrat. „Die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft und die vielen positiven Rückmeldungen machen das Berufs-Shuttle zu einer Dauereinrichtung in unserer Bildungsregion“, versicherte die Pflichtschulinspektorin Margreth Egger.

Die teilnehmenden Schüler melden sich selbstständig und freiwillig über die Homepage (www.berufs-orientierung.at) zum Berufsshuttle an. Seitens der Wirtschaftskammer und des WIFI Berufs- und Bildungsconsultings wurden für die drei Tage Bustouren zusammengestellt, auf deren Route jeweils mehrere Firmen besichtigt werden. Dabei lernen die Schüler die vielfältigen Anforderungen und spannenden Tätigkeiten kennen. Begleitet werden die Schüler dabei von einem Guide und einer Lehrperson. In der Folge können sich die Jugendlichen für eine Schnupperzeit anmelden oder sich gleich schon über Details zum Lehrberuf informieren.

Berufs-Shuttle soll Lehrlingsmangel vorbeugen

Das Projekt wurde kürzlich den interessierten Lehrpersonen und den teilnehmenden Unternehmern vorgestellt, wobei Geschäftsführer Manfred Hautz, Wirtschaftskammer-Funktionär und Hotelier in Scheffau, die Gelegenheit nutzte, auf den massiven Lehrlingsmangel im Tourismus hinzuweisen. „Wir haben zwar hervorragende Tourismusschulen im Lande, aber lediglich ein verschwindend kleiner Teil der Absolventen arbeitet danach auch in dieser Branche“, weiß Hautz.

Tatsache ist, dass junge Menschen mit touristischer Ausbildung, wie sie in Österreich angeboten wird, auf der ganzen Welt als Arbeitnehmer gefragt sind. 36,2 Prozent der österreichweiten Gästenächtigungen werden in Tirol erzielt, dies zeigt deutlich die Notwendigkeit gut ausgebildeten Nachwuchses in der Branche. „Wir müssen schauen, dass wir wenigstens die Führungspositionen durch einheimische Mitarbeiter belegen können“, so Hautz.

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Pflichtschulinspektorin Margreth Egger, Barbara Loferer-Lainer, GF Regionalmenagement, Hotelier Manfred Hautz, Tanja Köhler vom Wifi und Verena Weiler von der WK Kufstein (v. l.). Foto: Eberharter

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