Leichtfried irrt: Tschirganttunnel ist die einzige Alternative

„Es scheint sich noch nicht bis Wien durchgesprochen zu haben, welcher Verkehrsbelastung die Oberländer und Außerferner Woche für Woche ausgesetzt sind“, wundert sich WK-Präsident Jürgen Bodenseer über die Aussagen von Verkehrsminister Leichtfried zum Tschirganttunnel.

Die Fakten sehen so aus: Der Ausbau der Fernpass-Route ist unerlässlich. „An Spitzenwochenenden befahren über 30.000 Fahrzeuge die Fernpass-Strecke und stehen regelmäßig in stundenlangen Staus“, erinnert Bodenseer den Verkehrsminister an Fakten, „die die wöchentlichen – vom Pkw-Verkehr verursachten – Staus können auf Dauer nicht hingenommen werden.“

Die Oberländer und Ausserferner Bürgermeister und maßgebliche Vertreter der Wirtschaft haben sich in dieser Sache unlängst an LH Günther Platter gewandt und ihnen wurde von höchster Stelle Unterstützung bei ihrer Forderung nach dem Ausbau der Fernpassroute zugesichert (Mehr dazu: Fernpass-Resolution – Am Ausbau führt kein Weg vorbei). „Das Gurgltal und das Mieminger Plateau können nur durch den Bau des Tschirganttunnels entlastet werden, dazu gibt es keine Alternative“, unterstützt Präsident Bodenseer die Forderung. Der Fernpass-Scheiteltunnel wird die kurvenreiche Passstrecke zudem entschärfen, sodass mit dem Ausbau eine dauerhafte Verbesserung erreicht werden kann.

Fernpass ist stauanfälligste Strecke Österreichs

Der Fernpass ist die stauanfälligste Strecke in ganz Österreich. Es ist deshalb völlig unverständlich, wenn die Experten des Verkehrsministeriums den Bau des Tschirganttunnels als verkehrspolitisch nicht sinnvoll bewerten.

Für die Verhinderung einer zweiten Transitachse ist der Bundesgesetzgeber zuständig, hier kann sich der Verkehrsminister nicht aus seiner Verantwortung entziehen. „Überhaupt muss sich Leichtfried an die eigene Nase fassen. Er war jahrelang im Europäischen Parlament und im Verkehrsausschuss und hätte schon damals europäische Initiativen zur Regelung des alpenquerenden Güterverkehrs entwickeln und zur Diskussion stellen müssen“, erinnert Bodenseer. „Es genügt einfach nicht, das politische Ziel zu Verlagerung des Güterfernverkehrs von der Straße auf die Schiene zu postulieren und dann nicht zu sagen, wie sich die EU das vorstellt. Die Versäumnisse liegen bei der Politik und dürfen nicht weiter den Bürgern entlang der Hauptverkehrsachsen angelastet werden.

 

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