Nein zu TTIP und CETA: Wie sich Österreich ins Out spielt

Österreich ist mit seiner Reform-Resistenz und dem Reflex, alles Neue abzulehnen, gerade dabei, sich ins Out zu spielen. “Das Njet auf Stammtisch-Niveau gegenüber den internationalen Handelsabkommen CETA und TTIP droht zum nächsten Fehler zu werden”, warnt WK-Präsident Jürgen Bodenseer.

Österreich ist eine Exportnation. Unser Land verdient 6 von 10 Euro im Ausland. Jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt vom Export abhängig. “Gut ausverhandelte Freihandelsabkommen nutzen beiden Seiten und eignen sich nicht dazu, auf Stammtisch-Niveau abgehandelt zu werden”, fordert Bodenseer eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema ein.

Für den WK-Präsidenten müssen selbstverständlich unsere hohen Standards gesichert werden und das staatliche Regulierungsrecht gewahrt bleiben. Jürgen Bodenseer sieht dies bei CETA – also dem Abkommen mit Kanada – gewährleistet: “Österreich exportiert mehr als doppelt so viel nach Kanada als umgekehrt – profitiert also weitaus stärker von diesem fairen Abkommen.”

TTIP ist im Gegensatz dazu noch nicht so weit gediehen. Für Jürgen Bodenseer ist trotzdem klar: “Amerika ist nach Deutschland unser zweitstärkster Handelspartner. Wir können nicht so tun, als ob wir mit diesem riesigen Wirtschaftsraum nichts zu schaffen hätten”, so Bodenseer. Handelsabkommen wie TTIP oder CETA sind für alle Beteiligten eine strategische Chance, die Entwicklung von Produkt- und Handelsregeln gemeinsam voranzutreiben und damit Einfluss auf globale Standards auszuüben. “Wir haben jetzt die Chance, aktiv am Spiel teilzunehmen – oder in ein paar Jahren tatenlos von der Ersatzspielbank aus zuzusehen”, erklärt der WK-Präsident.

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