Werkstätte Walder: Altes Handwerk – Neue Ideen

Tischlerhandwerk und modernste Fertigungstechnik in Außervillgraten: In der Werkstätte Walder ist partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Architekten der Erfolgsgarant.

Außervillgraten – ein Dorf mit aktuell 760 Einwohnern auf knapp 1300 Metern Seehöhe im Osttiroler Villgratental. Abgeschiedenheit und Idylle – man würde hier nicht unbedingt einen Tischlereibetrieb vermuten, der mit modernsten Fertigungsmethoden außergewöhnliche Möbel und Objekteinrichtungen für einen illustren Kundenkreis im In- und Ausland produziert.

Firmenchef Franz Walder zerstreut die Bedenken, man könnte „zu weit vom Schuss“ sein: „Der Standort ist ideal. Produzieren muss man dort, wo es die besten Fachkräfte gibt. Bei uns wächst man mit der Holzverarbeitung auf – in praktisch jedem Haus findet sich zumindest eine Hobelbank.“ Die „Werkstätte Walder“ ist eine von drei Tischlereien im Ort. „Ich habe den von meinem Vater 1958 gegründeten Betrieb im Jahr 1990 übernommen. Ich sah die Zukunft des Betriebes nicht in der konventionellen Tischlerei, sondern in der Spezialisierung und in der Ausweitung des Aktionsradius“, erzählt Franz Walder.

Irgendwie ergab sich ein Kontakt mit André Heller, der die Swarovski Kristallwelten entwarf. Daraus resultierte ein Auftrag für die Innenraumgestaltung dieses Besuchermagnets. Das war wohl die Initialzündung für die heutige Ausrichtung des Betriebes. Man kam mit namhaften Architekten in Kontakt, die in der Werkstätte Walder einen verlässlichen Partner für die Umsetzung ihrer anspruchsvollen und oft ausgefallenen Raumgestaltungsideen fanden. Wissen über modernes Design und baukünstlerische Gestaltung waren entscheidend dafür, mit teils international arrivierten Architekten auf Augenhöhe kommunizieren zu können.

Großes Leistungsspektrum

„Wir haben uns im hochwertigen Objekteinrichtungsbereich etabliert und statten Büros, Banken, Geschäfte und sonstige Gewerbeobjekte in ganz Österreich aber auch in Deutschland und Italien aus. Auch in der gehobenen Gastronomie und Hotellerie schätzt man unsere Arbeit. Daneben gestalten wir ebenso Wohnungen von Privatkunden“, skizziert der Firmenchef das Leistungsspektrum und ergänzt: „Viele Architekten befassen sich nur am Rande mit Innenarchitektur und lagern daher die Entwurfs- und Planungstätigkeit an uns aus.“ Somit verlagere sich die Arbeit zunehmend ins Büro, während man für die Produktion immer weniger Zeit zugestanden bekäme.

Im modernen Möbeldesign ist die Oberflächengestaltung besonders wichtig. Spezielles Know-how besitzt die Werkstätte bei Hochglanz-Oberflächen, die eine aufwändige Polierarbeit erfordern. „Es sind aber auch Materialkombinationen, vor allem mit Textilien bzw. Filz, gefragt. Wir verfügen daher über eine kleine Tapeziererwerkstätte. Natürlich verarbeiten wir auch hochwertiges Vollholz, das in modernen Einrichtungen gut zur Geltung kommt“, erklärt Walder.
Ein Manko ortet Walder in der Osttiroler Bildungslandschaft: „Die Osttiroler sind österreichweit als hervorragende Holzverarbeiter bekannt und geschätzt. Da Technik und Digitalisierung auch in dieser Branche immer stärker Einzug halten, wäre unser Bezirk als Standort für eine Holz-HTL prädestiniert. Trotz intensiver Suche finden wir keinen HTL-Absolventen.“

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