Zwei Tiroler bei Pitching Days in New York

Die Junge Wirtschaft bringt gemeinsam mit der Außenwirtschaft Austria und dem Austria Wirtschaftsservice (aws) vielversprechende Start-ups zu Top-Investoren. Erstmals findet das Finale der „Pitching Days“ derzeit im „Big Apple“ statt. Zuvor wurden die besten zehn Start-ups durch eine Jury auf Herz und Nieren geprüft – und absolvierten ein spezielles Pitch-Training im Rahmen des Business Angel Summit 2016 in Kitzbühel.

Das erste Unternehmen, das sich den Business Angels in New York stellen wird ist iSYS mit Firmensitz in Kitzbühel. Die Geschäftsführer Michael Vogele und Thomas Pfeifer entwickelten gemeinsam mit ihrem Team ein technisches Hilfsmittel für chirurgische Eingriffe – einen Roboter, mit dem bildgestützt punktiert werden kann. Der Computer dient dazu, mit einer Feinnadel die Treffsicherheit und Genauigkeit bei Eingriffen in die Haut zu steigern. Medizinische Einsatzgebiete sind unter anderem die Schmerztherapie bei Problemen mit der Wirbelsäule oder auch die Tumortherapie. Hier werden mit der Nadelspitze Tumore behandelt und millimetergenau bekämpft.

“Der Vorteil liegt hier in der allgemeinen Kosten-Nutzen-Effizienz, die reduzierte Strahlenbelastung für Arzt und Patient sowie die einfache Bedienbarkeit und die damit verbundene Verbesserung der ärztlichen Arbeit”, so Geschäftsführer Michael Vogele. “Bislang wurden derartige Therapien freihändig durchgeführt, dabei wurde die Nadel nicht immer genau platziert, was erneute Behandlungen nötig machte.” In Österreich sind bereits fünf iSYS-Roboter im Einsatz, rund 2000 Patienten wurden mit diesem medizintechnischen Assistenzsystem bereits behandelt.

Michael Vogele erhofft sich von den Pitching Days in New York am US-Markt Fuß zu fassen: „Ich möchte Kontakte knüpfen und hoffe Investoren zu finden und diese auch für das Produkt begeistern zu können.“  Denn  Vogele rechnet sich sehr gute Chancen in Amerika aus: “Wir haben technologisch einzigartige Features.  Mit jedem neuen Diagnose- und Therapieverfahren und der steten Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren steigt der Bedarf für ein derartiges robotisches System, das eine präzise Umsetzung des 3D-Plans am Patienten ermöglicht. Die Nachfrage an Therapien mit Nadelprozeduren steigt stetig.” Derzeit haben Micheal Vogele und Thomas Pfeifer 12 Angestellte sowie fünf externe Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Kitzbühel, die operativen Geschäfte werden derzeit aus Wattens getätigt. Bisher wurden knapp fünf Millionen Euro in die Firma investiert.

Nadelprozedur und Gesundheits-Schaltzentrale

Johannes Hilbe und sein Partner Karl Fritscher haben ihr Unternehmen Cubilehealth GmbH erst vor drei Monaten aus der Taufe gehoben. Sie arbeiten mit einem Verfahren, das schon über 100 Jahre alt ist, der Ballistokariographie. Die beiden haben ein Monitoring-System erfunden, das jedes Bett quasi zur Schaltzentrale für die Gesundheit macht. Mit einem Luftpolster, das unter die Matratze gelegt wird, werden Atem- und Herzfrequenz berührungslos ermittelt und auf das Smartphone oder den Computer übermittelt. Diese Technologie bietet eine extreme Bandbreite.  „Wir bieten für Gesundheit, Sport, Kinder- und Altenpflege gleich mehrere Apps an. Ob die eigene Gesundheitsüberwachung, Trainings- und Fitnessoptimierung, die Verwendung als Babyphone mit einer Vielzahl an Zusatzfunktionen oder einfach die Überwachung der gebrechlichen Oma – all dies ist mit Cubile über nur ein Gerät möglich“, erklärt Johannes Hilbe, einer der zwei Erfinder von Cubile.

Bisher gibt es einen Prototypen, der noch nicht am Markt erhältlich ist. Geschäftsführer Johannes Hilbe sieht bei den Pitching Days in New York einmalige Chance sich zu präsentieren: „Netzwerken, als Unternehmen sichtbar werden, Investoren mit Kontakten und Know-How kennen lernen und vielleicht findet sich ein Türöffner zum US-Markt.“ Cubilehealth ist ein Zwei-Personen-Unternehmen mit Unterstützung eines Schweizer Investors das zuerst im Gesundheitssektor Fuß fassen möchte. In neun Monaten soll das Cubilesystem zertifiziert und marktreif sein.

Tor zum Weltmarkt

Neben dem Pitch ihrer eigenen Geschäftsidee vor international renommierten Investoren und Business Angels erwartet die österreichischen Teilnehmer ein Rahmenprogramm, durch das sie Inspiration und Ideen für die Zukunft mitnehmen werden: Neben dem Besuch eines Accelerators, Bootcamps und zahlreichen lokalen Start-ups haben die Teilnehmer die Möglichkeit bei einem Netzwerkempfang neue Kontakte zu knüpfen. In New York haben die rot-weiß-roten Start-ups die Möglichkeit, in einer internationalen Top-Destination das Tor zum Weltmarkt zu öffnen. Die gründerfreundliche Stadt bietet die perfekte Basis für Kreativität, Innovation und neue Geschäftsideen. Durch zahlreiche finanzstarke Investoren ist der „Big Apple“ somit ein Hotspot für junge Gründer.

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